1. FC Kaiserslautern: Kommt Marvin Pourié?

Marvin Pourie
Beim KSC ohne Perspektive: Marvin Pourie.
Foto: imago images / Sportfoto Rudel
20.08.2020 - 07:48 | von Johannes Ketterl

Nach zwei unter dem Strich enttäuschenden Jahren in der 3. Liga will der 1. FC Kaiserslautern in der neuen Saison den nächsten Anlauf zur Rückkehr in die 2. Bundesliga machen. Mit dem Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung, das am 1. September eröffnet werden soll, haben die Roten Teufel die berechtigte Hoffnung, sich in wirtschaftlicher Hinsicht besser aufstellen und damit eine gute Perspektive zu besitzen.

Damit das auch in sportlicher Hinsicht gilt, müssen die Verantwortlichen um Trainer Boris Schommers und Sportdirektor Boris Notzon in den kommenden Tagen und Wochen aber noch ganze Arbeit leisten. Während es gilt Leistungsträger wie Florian Pick und Christian Kühlwetter, die beide vor allem vom 1. FC Heidenheim umworben werden, von einem Verbleib in der Pfalz zu überzeugen, läuft auch die Suche nach Verstärkungen weiter auf Hochtouren.

Dabei zeichnet sich mehr und mehr eine Verpflichtung von Tim Rieder ab. Der defensive Mittelfeldspieler, der zuletzt vom FC Augsburg an den TSV 1860 München verliehen war, zählte vergangene Saison auf seiner Position zu den herausragenden Akteuren der 3. Liga und sollte dazu in der Lage sein, dem FCK-Spiel Stabilität und Struktur zu verleihen.

Beim KSC auf dem Abstellgleis

Für Tore sorgen könnte unterdessen Marvin Pourié, für den sich der FCK laut "kicker" genau wie der KFC Uerdingen interessieren soll. Der 29 Jahre alte Angreifer, der in der zurückliegenden Rückrunde vier Tore und drei Vorlagen zum Zweitliga-Aufstieg von Eintracht Braunschweig beigetragen kann, steht aktuell wieder beim Karlsruher SC unter Vertrag, hat dort aber keine Perspektive.

Der KSC hat Pourié, der zwar weiterhin grundsätzlich mittrainieren dürfte, aber in Testspielen nicht eingesetzt wird, aktuell für die Suche nach einem neuen Verein freigestellt. Günstig wäre Pourié, der beim KSC erst vor einem Jahr einen gut dotierten Vertrag bis 2022 unterschrieben hat, indes wohl nicht. Allerdings hat der Stürmer auch starke Referenzen vorzuweisen. So wurde Pourié 2018/19 mit 22 Treffern Torschützenkönig der 3. Liga und hatte damit wesentlichen Anteil am Aufstieg des KSC.