1. FC Köln: Ein Sechser auf der Agenda

Das RheinEnergieStadion ist kommende Saison wieder erstklassig.
Das RheinEnergieStadion ist kommende Saison wieder erstklassig.
© Uwe Aranas / Shutterstock.com
24.06.2019 - 18:18 | von Johannes Ketterl

In eineinhalb Wochen bittet Achim Beierlorzer zu seiner ersten Übungseinheit als Trainer des 1. FC Köln. Am 4. Juli wird dann zwar Jorge Meré, der mit der spanischen U21 bei der Europameisterschaft ins Halbfinale eingezogen ist, noch fehlen, doch mit Kingsley Schindler (Holstein Kiel), Kingsley Ehizibue (PEC Zwolle) und Birger Verstraete (KAA Gent) werden die bisherigen drei Neuzugänge ihren Dienst am Geißbockheim aufnehmen.

Bei diesem Trio wird es in Sachen Verstärkungen allerdings nicht bleiben. So ist es kein Geheimnis, dass die Verantwortlichen um Geschäftsführer Armin Veh noch einen schnellen Innenverteidiger und trotz der Verpflichtung des belgischen Nationalspielers Verstraete auch noch einen weiteren Sechser suchen. Panikkäufe wird es dabei aber nicht geben, wie Veh im „Kicker“ trotz des näher rückenden Trainingsstarts betont: „Es bringt ja nichts, etwas zu machen, von dem man nicht zu 100 Prozent überzeugt ist.“

Mit Blick auf das zentrale Mittelfeld ist die Suche nach einem weiteren Neuen nach Verstraete auch ein deutliches Signal an das bisherige Personal. Marco Höger wird um seien bisherigen Stammplatz bangen müssen, während die Aussichten von Vincent Koziello, Niklas Hauptmann und Salih Özcan nochmals geringer werden. Koziello will dennoch bleiben, während bei Hauptmann weiterhin eine Ausleihe im Raum steht und Özcan als Verkaufskandidat gehandelt wird. Möglich aber, dass gerade Özcan nochmals seine Chance in Köln sucht und unter Trainer Beierlorzer einen vielleicht letzten Anlauf in Richtung Durchbruch bei seinem Heimatverein unternimmt.

Das Budget ist überschaubar

In der Innenverteidigung ist für die neue Saison Jorge Meré als feste Größe zu sehen. Für den Kapitän der spanischen U21 wird vermutlich kein Verein die vertraglich festgelegte Ablöse von 30 Millionen Euro bezahlen, sodass den Geißböcken ein Eckpfeiler erhalten bleibt. Aktuell bewerben sich mit Rafael Czichos, Lasse Sobiech und Frederik Sörensen, der den Verein aber noch verlassen soll, drei Innenverteidiger, die allesamt Defizite in Sachen Schnelligkeit haben. Selbiges gilt für Höger, der in der abgelaufenen Saison mehrfach als zentrales Glied einer Dreierkette eingesetzt wurde.

Beierlorzer favorisiert aber eine Viererkette, für die noch ein neuer Innenverteidiger kommen soll. Aufgrund eines eingeschränkten Budgets, mit dem auch noch der gesuchte Sechser finanziert werden muss, sind wohl keine großen Sprünge drin. Nicht ausgeschlossen, dass der FC deshalb auch eine Leihe in Erwägung zieht. Ein Kandidat könnte in diesem Zusammenhang Kevin Akpoguma werden, der zuletzt von der TSG 1899 Hoffenheim an Hannover 96 verliehen war, verletzungsbedingt aber kaum in den Abstiegskampf eingreifen konnte.