1. FC Union Berlin: Mark McKenzie weiter im Blick?

Mark McKenzie
Mark McKenzie ist nicht nur bei Union Berlin auf dem Radar.
Foto: imago images / ZUMA Wire
08.12.2020 - 07:29 | von Johannes Ketterl

Auch wenn es am Freitagabend ausgerechnet im Derby bei Hertha BSC nach zuvor acht ungeschlagenen Spielen die zweite Saisonniederlage setzte, kann man beim 1. FC Union Berlin mit dem bisherigen Verlauf der zweiten Spielzeit im Oberhaus sehr zufrieden sein. Mit 16 Punkten stehen die Eisernen nach wie vor auf einem beinahe sensationellen sechsten Tabellenplatz und haben ein stattliches Polster von neun Zählern auf die Abstiegszone. Aktuell greifen aber auch mehr und mehr Personalsorgen um sich.

Im Derby verlor Union nicht nur die drei Punkte, sondern mit einem letztlich wohl entscheidenden Platzverweis auch den nun erst einmal gesperrten Robert Andrich sowie kurz vor Schluss Max Kruse, der mit einem Muskelbündelriss wohl mindestens sechs Wochen lang nicht zur Verfügung steht. Der Top-Scorer gesellt sich damit zu Anthony Ujah, Nico Schlotterbeck und Joel Pohjanpalo ins Lazarett, das zumindest der zuletzt ebenfalls wegen einer Muskelverletzung fehlende Christian Gentner verlassen konnte.

Auf jeden Fall macht sich der breite Kader der Eisernen aufgrund der vielen Ausfälle bereits jetzt bezahlt. Keine Überraschung wäre es zudem, würden die Union-Verantwortlichen ihre Augen offen halten, um gegebenenfalls auch im Winter noch einmal nachzubessern. Als Kandidat bei Union wird schon seit längerem Mark McKenzie von Philadelphia Union gehandelt, dessen Wechsel aus den USA nach Europa wohl nur noch eine Frage der Zeit ist.

Interesse auch aus England und Schottland

Der 21 Jahre alte Innenverteidiger, der auch schon ein A-Länderspiel absolviert hat, wird vor allem auch mit Celtic Glasgow in Verbindung gebracht, soll sich aber auch bei mehreren Vereinen der englischen Premier League auf dem Radar befinden. Für Union dürfte es dementsprechend schwierig werden, den Zuschlag zu erhalten. Alleine die Tatsache, bei einem der begehrtesten US-Talente überhaupt als Kandidat zu gelten, unterstreicht aber wie schon der Kruse-Transfer im Sommer die bemerkenswerte Entwicklung Unions, die vielleicht auch mit Wintertransfers weiter stabilisiert werden soll.