1. FC Union Berlin: Taiwo Awoniyi im Blick?

Taiwo Awoniyi
Zuletzt in Mainz, bald in Berlin? Taiwo Awoniyi.
Foto: imago images / Martin Hoffmann
18.09.2020 - 19:12 | von Johannes Ketterl

Vier Tage nach dem Abgang von Torjäger Sebastian Andersson zum 1. FC Köln muss der 1. FC Union Berlin zum Start der neuen Bundesliga-Saison gegen den FC Augsburg in vorderster Front improvisieren. Wie in der Vorbereitung wird wohl Cedric Teuchert als Mittelstürmer auflaufen, wenngleich der Neuzugang vom FC Schalke 04 seine Stärken weniger mit dem Rücken zum gegnerischen Tor als mit Anlauf aus der zweiten Reihe oder auf dem Flügel hat.

Auf Dauer wird Teuchert aber sicherlich nicht die Rolle des Stoßstürmers einnehmen und auch eine grundsätzlich nicht ausgeschlossene Variante mit dem aktuell noch verletzten Max Kruse als falscher Neun dürfte nicht längerfristig erste Wahl sein.

Stattdessen halten die Eisernen noch Ausschau nach einem Andersson-Ersatz. Heiß gehandelt wurden dabei in den vergangenen Tagen vor allem Silvere Ganvoula vom VfL Bochum und Philipp Hofmann vom Karlsruher SC. KSC-Manager Oliver Kreuzer bestätigte auch bereits ein offizielles Angebot Unions für Hofmann, das allerdings weit unter den Vorstellungen der Badener liegen soll. Rund vier Millionen Euro soll der KSC für seinen Torjäger fordern und erklärte in Person von Kreuzer überdies, dass der Zeitpunkt für ein Ende der Gespräche nicht in allzu weiter Ferne liegt.

Absage an Saloniki

Weil eine Einigung mit Karlsruhe eher unwahrscheinlich scheint, klopfen die Union-Verantwortlichen um Oliver Ruhnert wohl auch andere Möglichkeiten ab. Dabei scheint Taiwo Awoniyi in den Überlegungen keine kleine Rolle zu spielen. Nach Informationen der "Bild" hat der zuletzt vom FC Liverpool an den 1. FSV Mainz 05 verliehene Nigerianer PAOK Saloniki bereits eine Absage erteilt, um nach Berlin zu wechseln.

In Liverpool hat Awoniyi trotz einer sichtbar positiven Entwicklung in Mainz auch anno 2020 keine Perspektive. Eine erneute Ausleihe ist wahrscheinlich, nachdem der mittlerweile 23 Jahre alte Angreifer in den vergangenen Spielzeiten unter anderem schon in Belgien, den Niederlanden und auch beim FSV Frankfurt aktiv war. An den finanziellen Rahmenbedingungen sollte eine Ausleihe Awoniyi dabei nicht scheitern.