1. FSV Mainz 05: Adam Szalai im Winter weg?

Adam Szalai
In Mainz außen vor: Adam Szalai.
Foto: imago images / Martin Hoffmann
13.11.2020 - 17:46 | von Johannes Ketterl

Rund um die Entlassung von Trainer Achim Beierlorzer nach dem zweiten Spieltag war Adam Szalai beim 1. FSV Mainz 05 ein großes Thema. Allerdings nicht aus sportlichen Gründen, sondern weil der Angreifer von Beierlorzer mehr oder weniger ausgemustert worden war, woraufhin sich seine Kollegen solidarisierten und medienwirksam eine Trainingseinheit bestreikten. Inzwischen trainiert Szalai nach dem Ende der Ära Beierlorzer zwar wieder uneingeschränkt mit, doch die Perspektive des 32-Jährigen ist nach wie vor nicht die beste.

Während Szalai seit einem halbstündigen Einsatz samt Joker-Tor in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den TSV Havelse nicht mehr für Mainz 05 aufgelaufen ist, stand der Angreifer am gestrigen Donnerstag in der Startelf der ungarischen Nationalmannschaft, die mit einem 2:1-Sieg über Island die Qualifikation für die Europameisterschaft im nächsten Jahr perfekt machte.

Bei Nationaltrainer Marco Rossi ist Szalai, der mit 66 Länderspielen zu den erfahrensten Kräften gehört, war gesetzt, aber dennoch will und muss Szalai mit Blick auf das Turnier im nächsten Sommer regelmäßig spielen. Gegenüber dem ungarischen TV-Sender "M4 Sport" deutete der 1,93 Meter große Mittelstürmer nun an, deshalb einen Wechsel in der Winterpause anzustreben: "Ich bin stolz, das macht die letzten Monate wieder wett. Ich möchte bei der EM dabei sein, aber dafür muss ich besser in Form sein. Ich werde versuchen, eine Lösung zu finden."

Vertrag in Mainz endet im Sommer

Klar ist, dass Mainz dem nur noch bis zum Saisonende gebundenen Szalai keine Steine in den Weg legen würde, hat doch offenkundig auch Beierlorzer-Nachfolger Jan-Moritz Lichte andere Pläne. Setzt sich der Mainzer Negativlauf fort, ist zwar ein erneuter Trainerwechsel nicht ausgeschlossen, doch darauf dürfte Szalai kaum spekulieren. Vielmehr scheint die geglückte EM-Qualifikation nun den Anstoß zu geben, einen Abschied zu forcieren. Konkrete Interessenten sind bislang indes noch nicht bekannt.