1. FSV Mainz 05: Beierlorzer vor dem Aus?

Achim Beierlorzer
Nach nur zwei Spieltagen schon auf der Kippe: Achim Beierlorzer.
Foto: imago images / Eibner
26.09.2020 - 19:19 | von Johannes Ketterl

Der Fehlstart des 1. FSV Mainz 05 ist komplett. War die Auftaktniederlage bei RB Leipzig (1:3) noch ein Stück weit zu erwarten, hatten sich die Rheinhessen im ersten Heimspiel der Saison gegen den VfB Stuttgart Zählbares ausgerechnet. Doch stattdessen unterlag Mainz dem Aufsteiger im eigenen Stadion mit 1:4 und hängt damit gleich im Tabellenkeller fest. Die unbefriedigenden Ergebnisse sind indes nur ein Grund dafür, warum bei den 05ern Grundsätzliches in Frage gestellt wird.

Der Spielerstreik unter der Woche, als sich die Mannschaft komplett hinter den von der sportlichen Leitung um Trainer Achim Beierlorzer aussortierten Adam Szalai stellte und das folgende Auftreten der Vereinsführung auf der Pressekonferenz am Donnerstag zeichneten kein gutes Bild von den 05ern.

Insbesondere ist es nur noch ein offenes Geheimnis, dass es zwischen Trainer Beierlorzer und großen Teilen der Mannschaft nicht mehr stimmt. Bereits in der vergangenen Spielzeit wurden Differenzen publik, die nun mehr denn je offen zutage getreten sind. Die schwache Vorstellung gegen Stuttgart passt nun ins Bild und deutet auch darauf hin, dass in Mainz nicht mehr zu 100 Prozent an einem Strang gezogen wird.

Schröder kündigt schonungslose Analyse an

Nichts ausgeschlossen ist nun, dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Saison Konsequenzen gezogen werden. Erst drei Mal in der Bundesliga-Geschichte musste ein Trainer nach zwei Spieltagen gehen. Beierlorzer könnte nun der dritte sein. Zumindest blieb Sportvorstand Rouven Schröder ein Bekenntnis zum Trainer schuldig.

Die Frage, ob Beierlorzer auch kommende Woche noch auf der Mainzer Bank sitzen wird, beantwortete Schröder bei "Sky" ausdrücklich nicht mit "Ja". "Das kann ich nicht bestätigen. Wir werden die Gespräche führen - dahingehend ist alles ergebnisoffen." Bei den bevorstehenden Analyse will Schröder "alles auf den Tisch" bringen. Durchaus wahrscheinlich, dass unter dem Strich das Ergebnis steht, dass eine weitere Zusammenarbeit zwischen Beierlorzer und der Mannschaft als nicht zielführend erachtet wird.