1. FSV Mainz 05: Jean-Philippe Mateta nicht zu halten?

Jean-Philippe Mateta
Lebensversicherung des 1. FSV Mainz 05: Jean-Philippe Mateta.
Foto: imago images / Jan Huebner
25.11.2020 - 07:32 | von Johannes Ketterl

Mit seinem Dreierpack zum 3:1-Sieg am Sonntag beim SC Freiburg hat Jean-Philippe Mateta einmal mehr seine Bedeutung für den 1. FSV Mainz 05 unterstrichen. Der französische Angreifer steht nun nach acht Spieltagen bereits bei sieben Toren und hat damit 70 Prozent der bisherigen Treffer der Rheinhessen erzielt. Ligaweit liegen nur Robert Lewandowski mit elf und Erling Haaland mit zehn Treffern noch vor dem Mainzer, die beide beim FC Bayern München und bei Borussia Dortmund freilich auch auf ganz andere Zuliefererdienste bauen können als Mateta beim Tabellenfünfzehnten.

Dass Mateta mit seinen Leistungen und seiner Quote auch andernorts Interesse geweckt hat, ist keine wirkliche Überraschung. Allerdings machte der Mainzer Sportdirektor Rouven Schröder nun gegenüber "Bild" sehr deutlich, den 23-Jährigen auf keinen Fall während der Saison abzugeben: "Ein Verkauf im Winter ist nicht denkbar! Wir brauchen ihn, um unsere Ziele zu erreichen.“

Für den Fall eines lukrativen Angebots eines anderen Vereins will Schröder das Gespräch mit Mateta suchen und verriet in diesem Zusammenhang, dass dies auch schon in der Vergangenheit der Fall war: "Dann müssen wir uns zusammensetzen und das besprechen. Wir haben ja auch im letzten Winter und im Sommer jeweils einen Riegel vorgeschoben.“

Wird Mateta zum neuen Rekordverkauf?

Klar dürfte den Mainzer Verantwortlichen indes auch sein, dass Mateta nicht mehr lange zu halten sein wird. Hält der Angreifer eine Form auch nur annähernd, werden spätestens im nächsten Sommer internationale Top-Klubs anklopfen und Mateta dann kaum noch von einem weiteren Jahr im Abstiegskampf der Bundesliga zu überzeugen sein.

Mainz besitzt indes dank eines bis 2023 laufenden Vertrages eine sehr gute Verhandlungsposition und steht auch im nächsten Sommer noch nicht unter Druck. Je nachdem, wie sich der Transfermarkt in Corona-Zeiten weiterentwickelt, könnte den 05ern sogar eine neue Rekordeinnahme winken. Bislang sind noch die rund 28 Millionen Euro, die Borussia Dortmund 2018 für Abdou Diallo überwies, der höchste Transfererlös der Vereinsgeschichte, der aber getoppt werden könnte.