Arminia Bielefeld: Ritsu Doan im Anflug

Ritsu Doan
Wohl bald bei der Arminia: Ritsu Doan.
Foto: imago images / Revierfoto
03.09.2020 - 20:24 | von Johannes Ketterl

Mit Jonathan Clauss, der sich frühzeitig für einen Wechsel zum RC Lens entschieden hat, verlor Arminia Bielefeld nach dem Aufstieg nur einen Leistungsträger. Für den Franzosen verpflichteten die Ostwestfalen aber mit dem Österreicher Christian Gebauer schnell Ersatz, der in der Vorbereitung indes noch Anpassungsprobleme offenbart. Vielleicht auch deshalb wird die Arminia nun aller Voraussicht nach einen weiteren offensiven Flügelspieler hinzuholen.

Wie mehrere niederländische Medien übereinstimmend berichten, steht Bielefeld vor einer Ausleihe von Ritsu Doan. Der 22 Jahre alte Japaner gilt als einer der größten Talente seines Landes und war der PSV Eindhoven vor einem Jahr nicht grundlos rund 7,5 Millionen Euro Ablöse an den FC Groningen wert.

In Eindhoven allerdings fasste der 1,72 Meter große Linksfuß, der auf beiden Flügeln und auch zentral in einer hängenden Position spielen kann, nicht wie erhofft Fuß. Von 19 Einsätzen in der coronabedingt frühzeitig abgebrochenen Saison der Eredivisie durfte Doan nur zwölf Mal von Beginn an ran und musste sich mit einer überschaubaren Ausbeute von zwei Treffern und einem Assist begnügen. In den beiden Spielzeiten zuvor waren es in 59 Ligaspielen für Groningen noch 14 Treffer und sieben Assists.

Olympia im Blick

Doan, der bereits 18 A-Länderspiele für Japan bestritten hat, soll nun in den Plänen des neuen PSV-Trainers Roger Schmidt keine allzu große Rolle spielen. Auch deshalb und mit Blick auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr will der Offensivmann offenbar zu einem Verein mit der Aussicht auf regelmäßige Spielpraxis.

Mehr als eine Ausleihe dürfte für die Arminia indes nicht drin sein, weiß man doch auch in Eindhoven um das grundsätzliche Potential des noch bis 2024 unter Vertrag stehenden Doan. Überzeugt Doan bei der Arminia, könnten aber alle Seiten von einem vorübergehenden Wechsel profitieren, wenngleich man in Bielefeld Gefahr läuft, dann im nächsten Sommer wieder einen Leistungsträger zu verlieren.