Bayer Leverkusen: Aleksandar Dragovic nach Serbien?

Aleksandar Dragovic
Aleksandar Dragovic steht vor dem Abschied aus Leverkusen.
Foto: imago images / Laci Perenyi
18.11.2020 - 07:30 | von Johannes Ketterl

Das heutige Spiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen eine Notelf Norwegens zum Abschluss der Nations League verpasst Aleksandar Dragovic aufgrund einer Gelbsperre. Beim 2:1-Sieg am Sonntag gegen Nordirland kassierte der Abwehrspieler seine zweite gelbe Karte und muss nun den Kollegen als Zuschauer die Daumen drücken. Zuschauer war Dragovic in der jüngeren Vergangenheit auch bei Bayer Leverkusen relativ häufig. Damit unzufrieden plant der 29-Jährige nun aber seinen Absprung, der im Januar über die Bühne gehen könnte.

Schon in den vergangenen Transferperioden hätte Leverkusen Dragovic bei einem passenden Angebot wohl keine größeren Steine in den Weg gelegt, doch eine entsprechende Offerte flatterte nicht ins Haus. Das könnte nun der Fall zu sein, wobei der im Sommer auslaufende Vertrag einen Wechsel automatisch näher rücken lässt.

Laut dem Portal "mozzartsport.com" soll Dragovic vor einem Wechsel zu Roter Stern Belgrad stehen. Mit dem serbischen Meister könnte der Innenverteidiger bei optimalem Verlauf der nächsten Wochen auch nach der Winterpause noch in der Europa League mitmischen, auf jeden Fall aber mehr Spielpraxis sammeln als in Leverkusen, was wiederum mit Blick auf die EM 2021 und seinen Stammplatz in der Auswahl Österreichs nicht unwichtig wäre.

Bei Bayer nur Innenverteidiger Nummer vier

Leverkusen würde Dragovic, der hinter Edmond Tapsoba, Sven Bender und Jonathan Tah nur Innenverteidiger Nummer vier ist, dem Vernehmen nach schon ein halbes Jahr vor Vertragsende ablösefrei ziehen lassen. Auch, weil der robuste Abwehrspieler, der im Sommer 2016 für stattliche 21 Millionen Euro von Dynamo Kiew gekommen ist, zu den Besserverdienern im Kader zählen soll.

Weil mit Tin Jedvaj noch ein weiterer Defensivspieler im Kader steht, der wie Dragovic nicht nur in der Innenverteidigung spielen, sondern im Notfall auch als Rechtsverteidiger einspringen kann, wäre aus Bayer-Sicht ein Abgang unter sportlichen Gesichtspunkten zu kompensieren.