Bayer Leverkusen: Lange Zwangspause für Exequiel Palacios?

Exequiel Palacios
Fehlt Bayer Leverkusen wohl lange: Exequiel Palacios.
Foto: imago images / Team 2
13.11.2020 - 07:52 | von Johannes Ketterl

Die inmitten eines ohnehin dichten Terminkalenders in diesem Herbst besonders vielen Länderspieltermine wurden und werden gerade von den in internationalen Wettbewerben vertretenen Vereinen scharf kritisiert. Bereits hoch belastete Spieler müssen zusätzlich zu den Spielen in den nationalen Wettbewerben und im Europapokal zum Teil noch lange Reisen auf sich nehmen, um dann binnen einer Woche bis zur drei Mal für ihre Nationalmannschaften aufzulaufen. Besonderen Grund, sich über die Abstellungspflicht zu ärgern, hat nun Bayer Leverkusen mit der offenbar zweiten schweren Verletzung eines Spielers in nationalen Diensten.

Bereits im Oktober kehrten mit dem Chilenen Charles Aránguiz und dem Kolumbianer Santiago Arias zwei Leverkusener Südamerika-Legionäre verletzt zurück. Während Aranguiz, der an Achillessehnen-Problemen laboriert, zumindest zeitnah wieder zur Verfügung stehen könnte, fällt der erst kurz zuvor von Atletico Madrid verpflichtete Arias mit einem Wadenbeinbruch im schlechtesten Fall für den gesamten Rest der Saison aus.

Das gleiche Schicksal droht nun Exequiel Palacios, der nach seiner Verpflichtung im vergangenen Winter bei Bayer noch nicht richtig Fuß gefasst hat, aber im WM-Qualifikationsspiel Argentiniens gegen Paraguay (1:1) in der Nacht von Donnerstag auf Freitag europäischer Zeit in der Startelf stand. Nach einem üblen Foul von Paraguays Angel Romero musste der 22-jährige Mittelfeldspieler bereits nach 29 Minuten ausgewechselt werden - mit dem Verdacht auf eine schwerwiegende Verletzung.

Zehn Monate Pause?

Der argentinische Verbandes AFA teilte inzwischen mit, dass Palacios einen Querbruch der Lendenwirbelsäule erlitten habe und erst einmal im Krankenhaus bleibe. Wie die Verletzung behandelt wird, wann Palacios nach Deutschland zurückkehren kann und der Zeitpunkt der Rückkehr auf den Fußballplatz sind im Moment eine Reihe von offenen Fragen. Aus Leverkusener Sicht bleibt indes zu hoffen, dass die aus Argentinien verlautende Prognose, dass eine Zwangspause von rund zehn Monaten zu erwarten sei, noch zum Positiven verändert werden kann.