Bayer Leverkusen: Patrik Schick im Anflug?

Patrik Schick
Bislang Leipzig, bald Leverkusen? Patrik Schick.
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25.08.2020 - 07:52 | von Johannes Ketterl

Bayer Leverkusen steht im zentralen Offensivbereich vor einem nahezu kompletten Umbruch. Während mit Lucas Alario, Kevin Volland, Joel Pohjanpalo und Kai Havertz gleich vier Akteure, die für die Mittelstürmerposition in Frage kommen, den Verein verlassen könnten, haben die Verantwortlichen mit Patrik Schick aber offenbar auch schon einen hochkarätigen Neuzugang an der Angel.

Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler bezeichnete eine Meldung der "Sport Bild", laut der der Wechsel von Kai Havertz zum FC Chelsea kurz vor dem Abschluss stehen soll, zwar gegenüber dem "Kicker" als "Blödsinn", doch dass der Nationalspieler die Werkself in Richtung Premier League verlassen wird, gilt längst als nahezu sicher.

Rund 80 Millionen Euro soll Havertz laut "Sport Bild" als Sockelablöse bringen, die sich durch erfolgsabhängige Komponenten noch auf die von Bayer angepeilten 100 Millionen Euro erhöhen könnte. Eine Menge Geld für Leverkusen, das damit auf einem coronabedingt sehr schwierigen Transfermarkt deutlich anders agieren könnte als ohne Einnahmen in dieser Größenordnung.

Gespräche offenbar schon fortgeschritten

Obwohl Havertz eigentlich kein Stürmer, sondern vielmehr im offensiven Mittelfeld zu Hause ist, war der 21-Jährige doch in den vergangenen beiden Spielzeiten der beste Schütze, dessen Tore es zu ersetzen gilt. Das Potential dazu hat sicherlich der ins Auge gefasste Schick, der in der Saison 2019/20 in 22 Bundesliga-Spielen für RB Leipzig zehn Mal einnetzte. Dennoch waren die Roten Bullen nicht dazu bereit, eine mit dem AS Rom ausgehandelte Kaufoption über mehr als 25 Millionen Euro zu ziehen.

Die Roma, die eine erneute Ausleihe nach Leipzig ablehnt und Schick gerne ganz verkaufen würde, fordert weiterhin eine Ablöse in dieser Größenordnung. Mit Leverkusen sollen die Gespräche über einen Schick-Transfer laut dem italienischen Transferexperten Gianluca Di Marzio aber dennoch bereits einen fortgeschrittenen Zustand erreicht haben. Durchaus nachvollziehbar, hätte Bayer doch bei einem Havertz-Verkauf mehr als genügend Geld in der Tasche, um Schicks Verpflichtung stemmen zu können.