Bayer Leverkusen: Valencia als Arias-Ersatz?

Antonio Valencia
Bis Sommer 2019 bei Man United: Antonio Valencia.
Foto: imago images / Pro Shots
11.10.2020 - 17:20 | von Johannes Ketterl

Eine Woche vor Transferschluss hat Bayer Leverkusen mit Santiago Arias den gesuchten, neuen Rechtsverteidiger gefunden und am folgenden Wochenende beim 1:1 beim VfB Stuttgart direkt von Beginn an aufgeboten. Der 28 Jahre alte Kolumbianer, der von Atletico Madrid zunächst für ein Jahr ausgeliehen wurde, hinterließ gleich einen ansprechenden Eindruck und deutete an, die Werkself weiterbringen zu können. Nun allerdings muss Trainer Peter Bosz schon wieder lange auf seinen Neuzugang verzichten.

Beim 3:0-Sieg Kolumbiens zum Auftakt der südamerikanischen Qualifikation für die WM 2022 in Katar musste Arias bereits nach zwölf Minuten im Anschluss an einen unglücklichen Zweikampf mit Darwin Machis vom Platz getragen werden. Wie Bayer Leverkusen mittlerweile mitteilte, hat sich die befürchtete, schwerwiegende Diagnose bestätigt. Der Außenverteidiger brach sich nicht nur das linke Wadenbein, sondern erlitt darüber hinaus auch noch einen Syndesmoseriss und weitere Bänderverletzungen im betroffenen Sprunggelenk.

Arias, der um eine Operation, die in Madrid durchgeführt werden soll, nicht herumkommt, muss damit wohl mindestens ein halbes Jahr pausieren, womit Bayer auf der rechten Abwehrseite mit dem verletzungsanfälligen Lars Bender und dem zuletzt mehr oder weniger deutlich aufs Abstellgleis geschobenen Mitchell Weiser wieder nur die Optionen der vergangenen Saison besitzt, mit denen man nicht mehr wirklich zufrieden war.

Valencia seit Juli vereinslos

Wie das Portal "todofichajes.com" nun berichtet, könnte Leverkusen aber auf dem Markt der vereinslosen Spieler, die auch nach Transferschluss verpflichtet werden dürfen, zuschlagen. So soll sich Bayer mit Antonio Valencia beschäftigen, der Manchester United 2019 nach zehn Jahren in Richtung LDU Quito verlassen hat, aktuell aber seit Juli ohne Vertrag ist.

Der 35-Jährige, der über die Erfahrung aus 325 Spielen in der Premier League sowie aus 98 Länderspielen für Ecuador verfügt, wäre nach mehreren Monaten ohne Spielpraxis und Mannschaftstraining allerdings mutmaßlich keine Soforthilfe. Nach einigen Wochen Training wäre aber vorstellbar, dass Valencia mit seiner fußballerischen Qualität zu einer wertvollen Alternative werden könnte.