Berichte um Spielerrevolte gegen Schalkes Trainer Christian Gross

Intern offenbar in der Kritik: Christian Gross.
Intern offenbar in der Kritik: Christian Gross.
Foto: IMAGO / Poolfoto
27.02.2021 - 07:09 | von Johannes Ketterl

Am heutigen Samstag unternimmt der FC Schalke 04 einen weiteren Versuch, doch noch einmal den Anschluss ans rettende Ufer herzustellen, wohlwissend, dass angesichts des beträchtlichen Rückstandes von neun Punkten und der immer weniger werdenden Spiele ein Sieg beim VfB Stuttgart schon fast Pflicht ist. Die Voraussetzungen für einen Erfolg im Schwabenland freilich könnten deutlich besser sein. Zum einen, wegen einer angespannten Personalsituation, zum anderen weil es wieder einmal jede Menge Unruhe gibt.

Denn wie am späten Freitagabend mehrere Medien übereinstimmend berichteten, soll es zu Beginn der Woche von Seiten der Mannschaft einen Vorstoß gegeben haben, um einen weiteren Trainerwechsel zu erwirken. Unter anderem "Sky" berichtet, dass mehrere Führungsspieler bei Sportvorstand Jochen Schneider vorstellig geworden sind und um eine Trennung vom erst im Winter installierten Christian Gross gebeten haben sollen.

Die Vereinsführung hat den Wunsch der Spieler allerdings abgelehnt. Sollte es in Stuttgart wieder schief gehen, könnte das Thema aber direkt wieder heiß werden. Denn die Vorwürfe aus der Mannschaft in Richtung Trainer haben es in sich. So würde Groß immer wieder Namen von eigenen und gegnerischen Spielern und seine Profis teilweise in einer falschen Sprache ansprechen. Zudem werden auch die Trainingsinhalte und die taktische Herangehensweise an die Spiele kritisiert. Ebenfalls nicht glücklich ist man innerhalb der Mannschaft zudem mit Athletiktrainer Werner Leuthard, dem bei der Verletztenmisere zumindest eine Mitverantwortung gegeben wird.

Ob es in dieser Gemengelange gelungen kann, in Stuttgart die Wende zu schaffen, erscheint zumindest fraglich.