Borussia Mönchengladbach: Ist Anderson Niangbo ein Thema?

Anderson Niangbo
Anderson Niangbo ist bei mehreren Vereinen im Gespräch.
Foto: imago images / Panoramic International
10.12.2020 - 07:37 | von Johannes Ketterl

Weil sich Inter Mailand und Shakhtar Donezk im Parallelspiel torlos trennten, hat Borussia Mönchengladbach am gestrigen Mittwoch trotz der eigenen 0:2-Niederlage bei Real Madrid den Sprung ins Achtelfinale der Champions League geschafft. In der Runde der letzten 16 erwartet die Fohlen-Elf nun definitiv ein Hochkaräter und damit die nächste Aufgabe vom Kaliber Real.

"Wir hatten wenig Zugriff, haben heute viel Lehrgeld gezahlt und sind alles andere als zufrieden", machte Trainer Marco Rose nach dem Spiel in Madrid bei "DAZN" deutlich, zwar glücklich über das Weiterkommen, nicht aber über das Auftreten seiner Schützlinge zu sein. Mit etwas Abstand dürfte aber auch bei Rose klar die Freude überwiegen, zumal der Sprung ins Achtelfinale der Borussia garantierte Zusatzeinnahmen in Höhe von 9,5 Millionen Euro beschert, die gerade in Pandemie-Zeiten und aufgrund der fehlenden Zuschauereinnahmen sehr willkommen sind.

Im Vergleich zu anderen Klubs sollte die Borussia denn auch unabhängig von möglichen Verkäufen andernorts begehrter Leistungsträger wie Matthias Ginter, Denis Zakaria oder Marcus Thuram dazu in der Lage sein, sich in den nächsten Transferperioden zu verstärken. Für den Fall der Fälle, dass der eine oder andere Star nicht zu halten sein sollte, dürften die Verantwortlichen um Manager Max Eberl auch schon einen Plan B in der Tasche haben.

Erst seit Januar in Belgien

Ob Anderson Niangbo von KAA Gent in diesem Zusammenhang eine Rolle spielt, ist offen. Das französische Portal "Foot365" berichtet indes, dass der 21 Jahre alte Flügelspieler nicht nur das Interesse von Vereinen aus der Ligue 1 geweckt haben soll, sondern offenbar auch der VfB Stuttgart und eben Gladbach aufmerksam geworden sein.

Der Ivorer ist erst zu Jahresbeginn von Red Bull Salzburg nach Belgien gewechselt, ist dort im Moment aber kein unumstrittener Stammspieler und konnte sich in den vergangenen Monaten nur bedingt für den nächsten Schritt empfehlen. Dass die Borussia tatsächlich ihre Fühler nach Niangbo ausgestreckt hat, erscheint daher im Moment eher fraglich.