Borussia Mönchengladbach: Kommt ein weiterer Schweizer?

Leonidas Stergiou
Im Visier der Gladbacher Borussia? Leonidas Stergiou.
Foto: imago images / Pius Koller
19.11.2020 - 07:59 | von Johannes Ketterl

Mit Spielern aus der Schweiz hat Borussia Mönchengladbach in den vergangenen Jahren exzellente Erfahrungen gemacht. Von wenigen Ausnahmen wie Rechtsverteidiger Michael Lang, der bislang nicht die erhoffte Rolle spielte und keine große Perspektive mehr hat, abgesehen, bewiesen die Gladbacher Verantwortlichen um Manager Max Eberl auf dem eidgenössischen Markt stets einen guten Riecher.

Dafür genügt ein Blick auf den aktuellen Kader, in dem mit Schlussmann Yann Sommer, Innenverteidiger Nico Elvedi, Mittelfeldmotor Denis Zakaria und Angreifer Breel Embolo gleich vier Leistungsträger einen Schweizer Pass besitzen.

Während abzuwarten bleibt, wann Zakaria nach langer Verletzungspause wieder eine vollwertige Alternative darstellt und wie lange der längst auch bei anderen Klubs wie dem Vernehmen nach Bayern München und Manchester City im Notizblock befindliche Mittelfeldmann noch am Niederrhein bleibt, hat die Borussia offenbar schon den nächsten Youngster aus der Schweiz im Blick.

Wie das Portal "Nau.ch" berichtet, soll Mönchengladbach zu den Vereinen gehören, die ein Auge auf Leonidas Stergiou geworfen haben, der beim FC St. Gallen eine herausragende Entwicklung durchlaufen und trotz seiner erst 18 Jahre bereits 50 Pflichtspiele absolviert hat. Ebenso wie Red Bull Salzburg, das seine Fühler schon in der Vergangenheit mehrfach nach Schweizer Talenten ausgestreckt hat.

Nachfolger von Ginter oder Elvedi?

Dass Stergiou einen Vertrag bis 2024 besitzt, dürfte einen Wechsel des Youngsters mittelfristig kaum verhindern. Allerdings sorgt das Vertragswerk dafür, dass sich St. Gallen in einer guten Verhandlungsposition befindet und für den Junioren-Nationalspieler eine stattliche Ablöse verlangen kann.

Aus Gladbacher Sicht ist Stergiou vor allem auch deshalb interessant, weil die Borussia im Moment nicht langfristig mit den Innenverteidigern Elvedi und Matthias Ginter planen kann. Beide besitzen nur noch Verträge bis 2022 und eine Verlängerung ist jeweils noch nicht zustande gekommen. Aktuell ist daher nicht ausgeschlossen, dass einer der beiden im nächsten Sommer Gladbach den Rücken kehrt - möglicherweise mit Stergiou als Nachfolger.