Eintracht Frankfurt: Cenk Tosun und Joshua Zirkzee im Fokus?

Cenk Tosun
Beim FC Everton kaum gefragt: Cenk Tosun.
Foto: imago images / Seskim Photo
29.12.2020 - 07:52 | von Johannes Ketterl

Mit dem an Heiligabend über die Bühne gegangenen Wechsel von Bas Dost zum Club Brügge hat Eintracht Frankfurt nur noch zwei Alternativen im Angriff. Neben Torjäger Andre Silva steht nur noch der unerfahrene Ragnar Ache im Kader, der überdies aufgrund einer Sehnenverletzung seit Oktober ausfällt und wohl erst Mitte Januar wieder voll ins Training integriert werden kann. Dass im Angriff der SGE auf dem winterlichen Transfermarkt deshalb Handlungsbedarf besteht, ist klar, auch wenn Trainer Adi Hütter wohl verstärkt mit nur einer zentralen Spitze und zwei Kreativkräften dahinter plant.

Viele Fans in Frankfurt wünschen sich nach dem Dost-Abgang die Rückkehr von Luka Jovic, der nach seinem 63 Millionen Euro teuren Wechsel zu Real Madrid im Sommer 2019 beim spanischen Meister bisher nicht glücklich geworden ist. Selbst eine Ausleihe des serbischen Nationalstürmers, der in Madrid zehn Millionen Euro pro Jahr verdienen soll, wäre aber aus finanziellen Gründen kaum zu stemmen. Dass es mit dem AC Mailand und den Wolverhampton Wanderers weitere, finanzkräftigere Interessenten für eine Jovic-Leihe gibt, lässt die Frankfurter Chancen gering erscheinen.

Die Verantwortlichen der SGE tun deshalb gut daran, sich mit Alternativen zu beschäftigen. Die "FAZ" nennt in diesem Zusammenhang nun auch Cenk Tosun (FC Everton) und Joshua Zirkzee (Bayern München) als mögliche Kandidaten. Zirkzee, der seit längerem auch immer wieder mit dem 1. FC Köln in Verbindung gebracht wird, würde der FC Bayern dem Vernehmen nach gerne verleihen, um dem niederländischen U21-Nationalspieler Spielpraxis auf hohem Niveau zu verschaffen.

Tosun bei Everton noch bis 2022 unter Vertrag

Tosun, der von 2006 bis 2011 im Nachwuchs der Eintracht ausgebildet und schon in der Vergangenheit mehrfach als möglicher Neuzugang gehandelt wurde, bringt es nach auskuriertem Kreuzbandriss für Everton erst auf vier Kurzeinsätze in der laufenden Saison und würde wohl die Freigabe erhalten. Weil der 45-fache türkische Nationalspieler, der in Wetzlar geboren wurde und im Juniorenbereich noch für Deutschland spielte, noch einen Vertrag bis 2022 besitzt, wäre auch eine Ausleihe möglich.

Eine feste Verpflichtung Tosuns, für den Everton vor drei Jahren noch rund 23 Millionen Euro an Besiktas Istanbul bezahlt hat, würde unterdessen in wirtschaftlicher Hinsicht wohl nicht ganz einfach.