Eintracht Frankfurt: Muss der Blick nach unten gehen?

Adi Hütter
War nach der Niederlage in Wolfsburg angefressen: Adi Hütter.
Foto: imago images / Jan Huebner
12.12.2020 - 08:17 | von Johannes Ketterl

Mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen hat Eintracht Frankfurt einen vielversprechenden Saisonstart hingelegt. Die im Sommer vorhandene Hoffnung, dass der SGE nach zwei intensiven Spielzeiten in der Europa League der Wegfall der europäischen Zusatzbelastung bei der Weiterentwicklung der Mannschaft helfen würde, schien zu diesem Zeitpunkt berechtigt. Einige Wochen später stellt sich die Situation allerdings deutlich verändert dar.

Denn seit dem dritten Spieltag wartet die Eintracht auf einen Sieg und verbuchte nach zwischenzeitlich sechs Unentschieden und einer 0:5-Klatsche beim FC Bayern München am gestrigen Freitag beim VfL Wolfsburg (1:2) die zweite Niederlage der Saison. Bei einem mutmaßlich Konkurrenten im Kampf um einen Platz auf der europäischen Bühne verlor die SGE dabei auch ein Big-Point-Spiel, was durchaus vermeidbar gewesen wäre.

Denn nach 63 Minuten war es erst einmal die Eintracht, die durch einen von Bas Dost verwandelten Elfmeter in Führung ging. Nur 13 Minuten später allerdings kassierte Frankfurt durch einen Handelfmeter den Ausgleich, ehe Wout Weghorst zwei Minuten vor dem Ende den Doppelpack schnürte und zum 2:1 für die Wölfe einnetzte.

Auch Hütter gerät in die Diskussion

Zurück blieb ein enttäuschter Eintracht-Trainer Adi Hütter, der auch kein Blatt vor den Mund nahm: "Ich bin verärgert, sauer und richtig angefressen. Das war eine bittere Niederlage, die unter dem Strich unverdient war. Individuelle Fehler haben uns den Sieg gekostet. Wir waren mehrmals zu passiv und haben nicht mit der nötigen Aggressivität verteidigt."

Am Dienstag gegen Borussia Mönchengladbach und dann am Samstag beim FC Augsburg stehen für die Eintracht und auch für Hütter, der im Umfeld und bei den Fans zunehmend kritischer gesehen wird, nun zwei fraglos richtungsweisende Begegnungen auf dem Programm. Gelingt dann weiterhin kein Sieg, würde Weihnachten in Frankfurt diesmal wohl nur bedingt entspannt und der Blick müsste vorerst nach unten gerichtet werden.