Endspiel für Bruno Labbadia bei Hertha BSC?

Bruno Labbadia
Mächtig unter Druck: Bruno Labbadia.
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20.01.2021 - 07:36 | von Johannes Ketterl

Anstatt nach dem gelungenen Jahresauftakt gegen den FC Schalke 04 (3:0) in die obere Tabellenhälfte durchzustarten, findet sich Hertha BSC nach drei Partien gegen Klubs aus dem hinteren Tabellendrittel nun selbst wieder an der Schwelle zum Abstiegskampf wieder. Nach einer 0:1-Niederlage bei Arminia Bielefeld und einem 0:0 beim 1. FC Köln verloren die Berliner am Dienstagabend im heimischen Olympiastadion gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:3. Sollten Köln und Bielefeld am heutigen Mittwoch punkten, könnte Herthas Vorsprung auf den Relegationsplatz auf nur noch zwei Zähler schrumpfen.

Klar, dass in der Haupstadt die Alarmsirenen schrillen, zumal die Ambitionen eigentlich ganz andere waren. Nachdem in den vergangenen beiden Transferperioden für neues Personal viel Geld in die Hand genommen wurde, sollte es eigentlich in Richtung der internationalen Plätze gehen. Der Status quo ist aber ein ganz anderer, sodass automatisch auch Trainer Bruno Labbadia in den Blickpunkt rückt.

Der Coach steht längst mächtig unter Druck, sieht sich aber noch lange nicht am Ende und betont gegenüber "Bild", die Spieler nach wie vor zu erreichen: "Natürlich habe ich das Gefühl noch zur Mannschaft durchdringen zu können. Sonst hätte wir gar nicht so gut ins Spiel finden können. Wir haben ein Spiel verloren, das wir nicht verlieren dürfen."

Hoher Druck gegen Bremen

Nichtsdestotrotz steht für Labbadia am Samstag gegen den SV Werder Bremen, einen weiteren Konkurrenten auf tabellarischer Augenhöhe, ein Schlüssel- und womöglich auch ein Endspiel an. Verliert Hertha BSC auch gegen Werder, dürfte es für den 54 Jahre alten Fußball-Lehrer eng werden. Schon jetzt machen Spekulationen um mögliche Nachfolger die Runde.

So brachte die "B.Z." schon vor der Pleite gegen Hoffenheim den vereinslosen Ralf Rangnick, der in der Vergangenheit schon gezeigt hat, mit entsprechendem finanziellen Background Dinge in die richtige Richtung bewegen zu können, sowie Domenico Tedesco ins Gespräch, der Spartak Moskau am Saisonende verlassen wird. Bei einer Berliner Pleite gegen Bremen, dürfte die Gerüchteküche einen möglichen Labbadia-Nachfolger betreffend dann richtig Fahrt aufnehmen.