FC Augsburg: Heiko Herrlich kein "Bauernopfer" - Rückendeckung für den Trainer

Heiko Herrlich steht beim FCA unter Druck.
Heiko Herrlich steht beim FCA unter Druck.
Foto: IMAGO / Christian Schroedter
19.02.2021 - 09:50 | von Johannes Ketterl

Noch befindet sich der FC Augsburg bei vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone in einer guten Position, doch der Trend der letzten Wochen mit sechs Niederlagen in den jüngsten sieben Partien hat die Sorgenfalten in der Fuggerstadt deutlich vertieft. Automatisch ist dadurch auch Trainer Heiko Herrlich in den Blickpunkt geraten, der allerdings von Manager Stefan Reuter weiterhin die volle Rückendeckung erhält.

Im Interview mit der "Augsburger Allgemeinen" betonte Reuter, in der aktuell kniffligen Situation kein populistisches "Bauernopfer" finden, "sondern nur der eigenen Überzeugung" folgen zu wollen. Diesbezüglich zeigte sich Reuter sicher, dass sein ehemaliger Mitspieler aus Zeiten bei Borussia Dortmund noch lange für den FCA arbeiten wird. "Ich bin überzeugt davon, dass wir nicht nur die Saison zusammen beenden, sondern dass Heiko Herrlich wegen seiner Qualitäten als Trainer und als Mensch sehr langfristig beim FC Augsburg tätig sein wird."

Damit dieser Fall eintritt, wären ein guter Auftritt und Punkte im Heimspiel am Sonntag gegen Bayer Leverkusen nicht unwichtig. Auch für Reuter selbst, dessen Schicksal zwar nicht mit Herrlich verknüpft ist, der bei einer möglicherweise nach weiteren Niederlagen doch unausweichlichen Entlassung des 49 Jahre alten Fußball-Lehrers und damit einer weiteren, nicht geglückten Trainerwahl auch beschädigt würde.

Noch allerdings hat man in Augsburg die Hoffnung, mit dem erst vor einem knappen Jahr gekommenen Herrlich die Wende zu schaffen.