FC Schalke 04: Niedrigere Forderung für Ozan Kabak?

Ozan Kabak
Im Revierderby gesperrt: Ozan Kabak.
Foto: imago images / Revierfoto
24.10.2020 - 06:53 | von Johannes Ketterl

Das heutige Revierderby bei Borussia Dortmund verpasst Ozan Kabak aufgrund seiner vom Sportgericht verhängten Sperre. Erst nach der nächsten Länderspielpause am 21. November kann der FC Schalke 04 wieder auf den türkischen Innenverteidiger bauen, der seine Spuckattacke gegen Bremens Ludwig Augustinsson längst bitter bereut haben dürfte. Daran, dass der 20-Jährige bei anderen Klubs Begehrlichkeiten weckt, hat die längere Zwangspause allerdings nicht geändert.

Nachdem Kabak im Sommer lange vor allem mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht wurde, gilt aktuell der FC Liverpool wieder als Interessent. Hintergrund ist die schwere Knieverletzung von Virgil van Dijk, der den Reds monatelang nicht zur Verfügung stehen wird. Weil Liverpool ansonsten mit Joe Gomez und Joel Matip nur noch zwei gestandene Innenverteidiger im Kader hat und Mittelfeldspieler Fabinho nicht als Dauerlösung für das Abwehrzentrum vorgesehen ist, wird Liverpool das Januar-Transferfernster wohl nutzen, um sich im zentralen Defensivbereich zu verstärken.

Neben Dayot Upamecano von RB Leipzig gilt auch Kabak als Kandidat, für den Schalke laut dem italienischen Portal "Sport Media Set" inzwischen nur noch 30 Millionen Euro Ablöse verlangen soll. Bislang standen rund 50 Millionen Euro im Raum, die auch mittels einer Ausstiegsklausel festgeschrieben sind, die allerdings erst im nächsten Sommer in Kraft tritt.

Sportlicher vs. wirtschaftlicher Aspekt

Aus sportlicher Sicht wäre es für Schalke fraglos ein Verlust, Kabak ziehen zu lassen, doch wirtschaftlich wäre eine Ablöse in der genannten Größenordnung für den stark angeschlagenen Klub natürlich ein Segen. Nicht ausgeschlossen daher, dass die Schalker Verantwortlichen ihr Okay zu einem Transfer geben würden, sollte die Hintermannschaft der Knappen in den kommenden Wochen mit Salif Sane, Benjamin Stambouli und/oder Matija Nastasic einigermaßen stabil stehen. Schon das heutige Derby in Dortmund wird diesbezüglich zur Nagelprobe.