FC Schalke 04: Ralf Rangnick als Wunschlösung

Ralf Rangnick
Schon 2004/05 und 2011 Trainer auf Schalke: Ralf Rangnick.
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27.09.2020 - 12:05 | von Johannes Ketterl

Einen Tag nach der 1:3-Niederlage gegen den SV Werder Bremen hat der FC Schalke 04 die Reißleine gezogen und sich von Trainer David Wagner getrennt. Nach saisonübergreifend 18 sieglosen Bundesliga-Spielen haben die Verantwortlichen in Gelsenkirchen nun die Aufgabe, einen neuen Trainer zu finden, der für Aufbruchsstimmung sorgen kann und möglichst rasch die Wende schaffen soll. Namen machen dabei längst die Runde, wobei es dem Vernehmen nach einen Wunschkandidaten geben soll.

Ralf Rangnick, bereits von September 2004 bis Dezember 2005 Trainer auf Schalke, wird heiß gehandelt, doch ob sich eine Verpflichtung des 62-Jährigen realisieren lässt, erscheint fraglich. In erster Linie deshalb, weil Rangnick für die Umsetzung seiner Vorstellungen ein ordentliches Budget benötigen würde, das der FC Schalke in einer angespannten finanziellen Lage aber kaum zur Verfügung stellen könnte.

Rangnick schloss bei "Sky" eine Rückkehr nach Schalke aber zumindest nicht aus: "Ich bin seit acht Wochen frei und wenn ich sagen würde 'Schalke interessiert mich nicht', würde ich lügen", so der bis vor kurzem noch als Generaldirektor bei Red Bull tätige Fußball-Lehrer, der indes schon auch durchblicken ließ, sich eine dritte Amtszeit bei S04 nur schwer vorstellen zu können.

Schwarz und Wilmots keine Kandidaten mehr

Wie "Sport Bild"-Reporter Michael Makus im "Doppelpass" erklärte, können die ebenfalls mit Schalke in Verbindung gebrachten Sandro Schwarz und Marc Wilmots von der Kandidatenliste gestrichen werden. Aktuell deute einiges auf eine eher kleine Lösung hin, wobei Makus in diesem Zusammenhang Manuel Baum und Dimitrios Grammozis nannte.

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, welche Nachfolgeregelung Schalke, das darüber "in den kommenden Tagen" informieren möchte, präsentieren wird. Wahrscheinlich ist aber, dass der neue Chefcoach erst am 18. Oktober gegen den 1. FC Union Berlin und damit nach der Länderspielpause seine Premiere feiern wird. Für das Auswärtsspiel am kommenden Wochenende bei RB Leipzig ist derweil eine Interimslösung im Gespräch, die Mike Büskens heißen könnte.