FC Schalke 04: Rückt der Abgang von Ozan Kabak näher?

Ozan Kabak
Im Visier des AC Mailand: Ozan Kabak.
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03.12.2020 - 18:14 | von Johannes Ketterl

Gegen Bayer Leverkusen unternimmt der FC Schalke 04 am Sonntag den nächsten Versuch, endlich den ersten Sieg seit dem 2:0 Mitte Januar gegen Borussia Mönchengladbach und inzwischen 25 (!) Bundesliga-Spielen ohne Dreier einzufahren. In personeller Hinsicht gibt es vor dem Westduell gegen die noch ungeschlagene Werkself indes wohl ein neues Sorgenkind.

Ob Frederik Rönnow am Sonntag im Tor stehen kann, ist allem Anschein nach höchst fraglich. Der dänische Nationalkeeper musste sich einer MRT-Untersuchung unterziehen und laboriert laut "Bild" an einer Muskelzerrung im hinteren Oberschenkel. Sollte es für Rönnow nicht reichen, müsste mit Michael Langer die Nummer drei zwischen die Pfosten, da mit Ralf Fährmann auch der zweite Torwart verletzt ausfällt.

Wer auch immer im Tor beginnt, dürfte vor sich Ozan Kabak haben, der sich im Vergleich zum 1:4 vergangene Woche bei Borussia Mönchengladbach, als der türkische Nationalspieler mehrfach falsche und auch schwerwiegende Entscheidungen traf, aber steigern muss. Trotz der derzeit nicht optimalen Form des 20-Jährigen bekundet der AC Mailand ungebrochen großes Interesse an einer Verpflichtung Kabaks, die auch schon im Winter über die Bühne gehen könnte.

Milans Angebot im Sommer noch abgelehnt

Wie die "Gazzetta dello Sport" nun berichtet, soll auch Kabak selbst einen Wechsel forcieren, weshalb Milan die Hoffnung hat, die zuletzt im Raum stehende Schalker Ablöseforderung von mehr als 20 Millionen Euro drücken zu können. Nachdem im Sommer noch eine Offerte der Rossoneri über 15 Millionen Euro abgelehnt worden ist, spekuliert man in Mailand nun abermals, Kabak für diese Summe abwerben zu können. Anlass zum Optimismus liefert aus italienischer Sicht nicht zuletzt die höchst angespannte finanzielle Lage der Königsblauen, die dringend Einnahmen generieren bzw. Einsparungen erzielen müssen.

Weil Kabak einer der wenigen Profis ist, die im Moment einen gewissen Marktwert haben, überraschen die wieder aufflammenden Gerüchte nicht. Durchaus denkbar indes, dass es diesmal tatsächlich zum Wechsel kommt.