Gelingt Hertha BSC mit Papu Gomez ein Coup?

Papu Gomez
Bei Hertha BSC im Gespräch: Papu Gomez.
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10.01.2021 - 07:51 | von Johannes Ketterl

Nach dem positiven Jahresauftakt gegen den FC Schalke 04 (3:0) will Hertha BSC am heutigen Sonntag bei Arminia Bielefeld nachlegen. Mit einem Sieg auf der Alm könnten die Berliner aufgrund der bisherigen Ergebnisse des Spieltages den Rückstand auf Platz sechs auf nur noch sechs Punkte verkürzen und wären damit angekommen im Rennen um das angestrebte internationale Geschäft. Und dass es früher oder später nach Europa gehen soll, ist in der Hauptstadt kein Geheimnis. Dazu passt auch ein aktuell kursierendes Transfergerücht um einen möglichen Neuzugang für die Offensive, der das Zeug zu einem absoluten Coup hätte: Alejandro "Papu" Gomez.

Der argentinische Spielmacher hat sich nach sehr erfolgreichen Jahren bei Atalanta Bergamo im Herbst mit Trainer Gian Piero Gasperini zu zerstritten, dass eine weitere Zusammenarbeit wohl nicht möglich ist. Gomez soll und darf den Verein nun noch im Januar verlassen, wobei es nicht an Interessenten mangelt. In der Serie A wird unter anderem Inter Mailand und dem SSC Neapel nachgesagt, an einer Gomez-Verpflichtung zu arbeiten, die aber in Corona-Zeiten in wirtschaftlicher Hinsicht wie die meisten Vereine zurückhaltend agieren müssen - zumal Gomez, der im Februar 33 Jahre alt wird, kaum noch einen Wiederverkaufswert hätte.

Hertha BSC verfügt unterdessen dank der Millionen von Investor Lars Windhorst über ein gewisses Budget für Wintertransfers und soll nach Informationen der "Corriere dello Sport" bereits Kontakt zu Bergamo aufgenommen haben.

Cunha und Gomez als Doppel-Zehn?

Der von Trainer Bruno Labbadia gewünschte und nach dem längerfristigen Ausfall von Javairo Dilrosun gesuchte Flügelspieler wäre Gomez indes nicht. Vielmehr könnte der Argentinier zusammen mit Matheus Cunha als Doppel-Zehn hinter einem Stürmer, der in der Regel Jhon Cordoba heißen würde, auflaufen. Dieses südamerikanische Duo hätte reichlich Esprit und würde das Berliner Spiel schwer ausrechenbar machen.

Dass es zum Duo Cunha / Gomez kommt, ist im Moment allerdings nicht unbedingt wahrscheinlich. Schon alleine deshalb nicht, weil Gomez dem Vernehmen nach am liebsten in Italien bleiben würde.