Hertha BSC: Ivan Perisic im Fokus?

Ivan Perisic
Champions-League-Sieger mit dem FC Bayern: Ivan Perisic.
Foto: imago images / Poolfoto UCL
20.09.2020 - 08:05 | von Johannes Ketterl

Hertha BSC hat die passende Reaktion auf das Aus im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig (4:5) gezeigt. Eine Woche nach der bitteren Niederlage beim Zweitligisten, mit der der Traum vom Finale im eigenen Stadion schon wieder frühzeitig geplatzt ist, feierten die Berliner zum Auftakt der neuen Bundesliga-Saison beim SV Werder Bremen einen überzeugenden 4:1-Auswärtssieg.

Besonders beeindruckend war der Berliner Auftritt im Weserstadion mit Blick auf die Offensive. Nachdem Außenverteidiger Peter Pekarik die Führung besorgt hatte, trugen sich mit Dodi Lukebakio, Matheus Cunha und dem erst wenige Tage zuvor vom 1. FC Köln gekommenen Jhon Cordoba gleich drei Offensivkräfte in die Torschützenliste ein.

Cordoba, der erst nach einer Stunde für den auch nicht enttäuschenden Krzysztof Piatek eingewechselt wurde, unterstrich damit direkt bei seiner Premiere seine Ambitionen auf einen Stammplatz. Trainer Bruno Labbadia droht schon in jetzt im Angriff ein Luxusproblem, über das sich der erfahrene Fußball-Lehrer indes kaum beklagen dürfte.

In Bremen ohne Flügelspieler

Interessant, dass Hertha in Bremen im 4-4-2 mit Raute agierte und damit ohne klassische Flügelstürmer. Diese Variante ist aber nicht vom Tisch, sondern dürfte gerade mit Blick auf Lukebakio und den aktuell verletzten Javairo Dilrosun im Laufe der Saison mehrfach angewanft werden. Insbesondere dann, wenn die Berliner Verantwortlichen auch bei der Suche nach einem neuen Flügelstürmer noch fündig werden. In diesem Zusammenhang wurde Hertha BSC in den vergangenen Tagen von der "Corriere dello Sport" mit Ivan Perisic in Verbindung gebracht.

Der kroatische Vize-Weltmeister hat vergangene Saison als Leihspieler mit dem FC Bayern München die Champions League gewonnen, ist nun aber zurück bei Inter Mailand und hat dort nur bedingt eine Perspektive. Perisic wäre für Hertha fraglos eine namhafte Verstärkung, allerdings sicherlich weder in puncto Ablöse noch in Sachen Gehalt ein Schnäppchen. Und mit 31 Jahren hielte sich auch der Wiederverkaufswert der meist links eingesetzten Offensivmannes in Grenzen.