Hertha BSC: Jeff Reine-Adélaïde im Visier?

Jeff Reine-Adélaïde
Könnte Lyon schon wieder verlassen: Jeff Reine-Adélaïde.
Foto: imago images / PanoramiC
05.09.2020 - 20:49 | von Johannes Ketterl

Eine Woche vor dem Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal bei Eintracht Braunschweig läuft es bei Hertha BSC noch nicht rund. Gegen den Hamburger SV unterlagen die Berliner in einem Testspiel mit 0:2 und offenbarten dabei vor allem im Spiel nach vorne noch reichlich Luft nach oben.

Trainer Bruno Labbadia machte anschließend bei seiner Analyse auch kein Geheimnis daraus, mit der Vorstellung seiner Elf in Sachen Offensive nicht zufrieden gewesen zu sein: "Wir haben uns im vorderen Bereich zu wenig durchgesetzt - das war das Hauptproblem, das mit Spielverlauf immer größer wurde. Die erste Halbzeit war in Ordnung, in der zweiten Halbzeit waren wir etwas kopflos. Da hat die Sauberkeit beim letzten Pass gefehlt. Wir müssen im vordersten Drittel gefährlicher werden und mehr Durchschlagskraft entwickeln."

Mit dem bei der polnischen Nationalmannschaft weilenden Krzysztof Piatek fehlte freilich auch der Stürmer Nummer eins, doch gerade von Akteuren wie Matheus Cunha, Dodi Lukebakio oder Javairo Dilrosun ist eine Steigerung nötig.

Tousart-Transfer als Blaupause?

Ungeachtet dessen geht auch die Suche nach offensiver Verstärkung weiter. Nach wie vor stehen ein zentraler Angreifer und ein offensiver Flügelspieler weit oben auf der Einkaufsliste. Als Rechtsaußen einsetzbar wäre auch Jeff Reine-Adélaïde, der von der "L'Equipe" zwar in erster Linie mit Bayer Leverkusen, aber auch mit Hertha BSC in Verbindung gebracht wird. Der 22-Jährige fühlt sich allerdings im zentralen Mittelfeld nochmals wohler.

Nichtsdestotrotz ist Reine-Adélaïde ein interessanter Akteur, der überdies gewillt scheint, Olympique Lyon nur ein Jahr nach seinem 25 Millionen Euro teuren Wechsel vom SCO Angers zum Champions-League-Halbfinalisten schon wieder zu verlassen. Für weniger als diese Summe wird OL den französischen U21-Nationalspieler indes kaum ziehen lassen. Letztlich dürften die Berliner Chancen nicht allzu groß sein, doch die Verpflichtung von Lucas Tousart ebenfalls aus Lyon hat gezeigt, was in Berlin dank Investor Lars Windhorst möglich ist.