Hertha BSC: Neuer Torwart im Winter?

Rune Jarstein
Unzufrieden mit seiner Rolle als Nummer zwei: Rune Jarstein.
Foto: imago images / Metodi Popow
04.11.2020 - 07:20 | von Johannes Ketterl

Der Saisonstart ist mit einem 4:1-Sieg bei Werder Bremen vielversprechend verlaufen, doch was danach gekommen ist, hat man sich bei Hertha BSC sicherlich ganz anders vorgestellt. An den letzten fünf Spieltagen verbuchten die Berliner nur einen von 15 möglichen Punkten und rangieren nun auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz anstatt wie erhofft um die internationalen Plätze mitzuspielen.

Darüber hinaus läuft es bei Hertha BSC aber auch an anderen Fronten nicht optimal. So berichtet die "Sport Bild", dass Investor Lars Windhorst nicht wie ursprünglich geplant, für weitere 100 Millionen Euro zusätzliche Anteile erworben hat. Windhorst, der danach 66,6 Prozent der Anteile gehalten hätte, und Hertha BSC sollen sich aber auf eine Verschiebung des Invests verständigt haben.

Wie das Blatt weiter berichtet, soll es auch schon im Sommer zu einer Zahlungsverzögerung gekommen sein, weshalb Hertha nicht wie erhofft auf dem Transfermarkt agieren konnte. Ein offizielles Statement zu den Verzögerungen bzw. zum vereinbarten Aufschub gibt es bisher noch nicht. Klar ist aber, dass Hertha ohne weitere Windhorst-Millionen auf dem winterlichen Transfermarkt kaum in größerem Umfang tätig werden könnte.

Jarstein mit Angeboten aus der Heimat?

Dann freilich könnte es ohnehin erst einmal darum gehen, einen neuen Ersatztorwart zu verpflichten. Denn laut "Bild" trägt sich der im Sommer von Neuzugang Alexander Schwolow zur Nummer zwei degradierte Rune Jarstein mit Abwanderungsgedanken. Unzufrieden mit seiner Rolle als zweiter Mann soll Jarstein schon einen Wechsel im Winter in Erwägung ziehen. Angebote aus der norwegischen Heimat soll es geben.

Weil neben Jarstein mit Nils Körber nur noch ein junger, eher unerfahrener Schlussmann als Schwolow-Backup zur Verfügung steht, würde Jarstein aber wohl nur die Freigabe erhalten, wenn sich passender Ersatz findet. Ob das gelingt, ist im Winter wiederum fraglich.