Labbadia und Preetz bei Hertha gefeuert

Labbadia und Preetz bei Hertha gefeuert
Hertha BSC trennte sich von Michael Preetz (links) und Bruno Labbadia —
Foto: imago images / Matthias Koch
24.01.2021 - 12:15 | von Ben Friedrich

Nach Fan-Protesten gegen Geschäftsführer Michael Preetz und Präsident Werner Gegenbauer sorgte die 1:4-Schlappe gegen Bremen dafür, dass sich Hertha BSC am Sonntag von Trainer Bruno Labbadia und Preetz trennte.

Nach der herben Niederlage war nicht mehr die Frage, ob Labbadia gehen muss, sondern um wieviel Uhr am Sonntag. Noch am Vormittag wurde vom Vorsitzenden der Geschäftsführung Carsten Schmidt die Entscheidung verkündet, dass beide Personen freigestellt sind.

Als Interimslösung übernimmt Pál Dárdai das Traineramt und Sportdirektor Arne Friedrich die Kaderplanung. Dárdai war bereits von 2015 bis 2019 als Übungsleiter der „alten Dame“ beschäftigt.

Am Samstag protestierten etwa 250 Berliner Fans mit Genehmigung für den Rücktritt von Preetz und der Vereinsführung um Präsident Gegenbauer. Sie warfen den Personen falsche Entscheidungen und jahrelanges Missmanagement vor.

Das 1:4 der Hertha gegen Werder Bremen war oberflächlich betrachtet eine Blamage, doch dabei hatten die Berliner 66% Spielanteile und schossen fast dreimal so oft aufs Tor wie der Gegner. Matheus Cunha vergab sogar einen Elfmeter. Werder dagegen presste hoch, zog schnell aufs Tor und versenkte 4 ihrer 7 Chancen. Das nennt man eiskalt.

Man kann Bruno Labbadia nur bemitleiden. Mit dem besten Start in der Vereinsgeschichte nach der Corona-Pause sorgte er bei den Fans für große Freude. Doch nach nur neun Monaten im Trainersessel ist für ihn Schluss, wie für seine Vorgänger Alexander Nouri, Jürgen Klinsmann und Ante Covic.

Nach der pandemiebedingten Unterbrechung gewannen die Berliner 3:0 gegen Hoffenheim, 4:0 gegen Union Berlin, spielten 2:2 Unentschieden gegen RB und besiegten Augsburg 2:0. Doch im Januar 2021 ist dies Bilanz offenbar längst vergessen.