Markus Gisdol beim 1. FC Köln zunehmend unter Druck

Markus Gisdol steht unter Druck.
Markus Gisdol steht unter Druck.
Foto: IMAGO / Eduard Bopp
15.03.2021 - 09:11 | von Johannes Ketterl

Als der 1. FC Köln Anfang Februar das Derby bei Borussia Mönchengladbach mit 2:1 gewann, waren die Voraussetzungen gegeben, um sich vorzeitig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Doch was etwa dem FC Augsburg oder Werder Bremen gelungen ist, misslang den Geißböcken mit nur einem Punkt aus den letzten fünf Spielen gründlich. Und wieder einmal steht nun Trainer Markus Gisdol mächtig unter Druck.

Wie schon in der Vorrunde, als just bei Borussia Dortmund nach saisonübergreifend 18 sieglosen Spielen mit 2:1 gewonnen wurde, könnte am Samstag wieder der BVB Schicksal für Gisdol spielen.

Dass Geschäftsführer Horst Heldt am Sonntag zwar betonte, dass Gisdol gegen Dortmund auf der Bank sitzen wird, darüber hinaus aber ein klares Bekenntnis zum Trainer vermied, lässt die Überlegung zumindest erahnen, im Falle eines Misserfolgs die letzte Patrone Trainerwechsel nutzen zu wollen.

Auch deshalb, weil sich Gisdol zunehmend angreifbar gemacht hat. Nicht zuletzt mit der Aufstellung bei der 1:2-Niederlage am Samstag beim 1. FC Union Berlin, als sechs zentrale Mittelfeldspieler in der Startelf standen, aber davon nur Max Meyer und Ellyes Skhiri auf ihrer Paradeposition spielen konnten. Medial wird freilich nicht nur deshalb längst scharf gegen Gisdol geschossen, dem auch vorgeworfen wird, dass nach wie vor ein Offensivkonzept fehlt.

Ähnliches war indes auch schon im November der Fall, als dann plötzlich in Dortmund gewonnen wurde. Von einer Wiederholung dieses Coups sollte man indes mit Blick auf die letzten Kölner Auftritte besser nicht unbedingt ausgehen.