RB Leipzig: Alexander Sörloth zu teuer?

Alexander Sörloth
Wäre kein Schnäppchen: Alexander Sörloth.
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21.08.2020 - 09:13 | von Johannes Ketterl

Mit dem zum FC Chelsea gewechselten Timo Werner hat RB Leipzig seinen besten Torschützen der vergangenen Jahre verloren. Die 28 Treffer des Nationalstürmers dürften sich nicht ohne Weiteres ersetzen lassen, zumal mit Patrick Schick noch ein weiterer Stürmer mit einer starken Quoten nach jetzigem Stand dem künftigen Kader nicht mehr angehören wird.

Leipzig hat darauf verzichtet, die mit dem AS Rom ausgehandelte Kaufoption für Schick zu ziehen und den tschechischen Nationalspieler für eine festgeschriebene Ablöse im Bereich von 30 Millionen Euro fest zu verpflichten. Trotz der beachtlichen zehn Tore, die Schick in seinen 22 Bundesliga-Spielen erzielt hat, ist den Roten Bullen diese Größenordnung nicht angemessen. Die Roma allerdings lehnt bislang eine erneute Ausleihe des 24-Jährigen ab und peilt vielmehr einen Verkauf Schicks für rund 25 Millionen Euro an. Bayer Leverkusen gilt als möglicher Abnehmer, sofern die Werkself für Kai Havertz die erhofften 100 Millionen Euro erzielen kann.

Crystal Palace mit Kaufoption

Leipzig hat derweil zwar mit Hee-Chan Hwang von Red Bull Salzburg bereits einen neuen Offensivmann verpflichtet, doch ein klassischer Stürmer ist der Südkoreaner nicht. Stattdessen soll noch ein zusätzlicher Angreifer kommen, wobei sich seit längerem hartnäckig der Name Alexander Sörloth in der Gerüchteküche hält. Der norwegische Nationalstürmer war vergangene Saison von Crystal Palace an Trabzonspor verliehen. In der türkischen Süper Lig avancierte der 24-Jährige mit 24 Toren und neun Vorlagen direkt zu einem der herausragenden Akteure, der mit seinen Leistungen natürlich auch andernorts Interesse geweckt hat.

So wohl auch in Leipzig, wobei Sörloth wohl nicht viel günstiger wäre als Schick. Denn laut türkischen Medienberichten verlangt Trabzonspor, das Sörloth per Kaufoption fest an sich binden kann, aktuell eine Ablöse von mehr als 20 Millionen Euro. Und Leipzig ist wenig überraschend nucht dazu bereit, diese Forderungen zu erfüllen. Bleibt abzuwarten, ob sich beide Seiten annähern oder sich die Roten Bullen bei ihrer Stürmersuche noch umorientieren.