RB Leipzig: Dayot Upamecano doch noch weg?

Dayot Upamecano
Weckt andernorts Begehrlichkeiten: Dayot Upamecano.
Foto: imago images / Poolfoto
01.09.2020 - 18:44 | von Johannes Ketterl

Ende Juli war die Freude bei RB Leipzig groß über die Vertragsverlängerung mit Dayot Upamecano bis 2023. Ein ablösefreier Abgang des französischen Innenverteidigers, der zuvor nur bis 2021 gebunden war, in einem Jahr ist damit ausgeschlossen. Ähnlich wie im vergangenen Jahr wurde allerdings eine Ausstiegsklausel ins neue Vertragswerk integriert, das Upamecano 2021 einen Wechsel für eine fixe Ablöse erlaubt, die dem Vernehmen nach bei rund 50 Millionen Euro liegen soll. Nun allerdings gibt es offenbar einen Interessenten, der Upamecano schon in diesem Sommer verpflichten möchte.

Wie "ESPN" und "The Telegraph" übereinstimmend berichten, ist Upamecano der Wunschspieler von Manchester United zur Stabilisierung der Defensive. Dabei wird spekuliert, dass RB Leipzig dazu bereit sein könnte, den 21-Jährigen schon in diesem Sommer ziehen zu lassen, wenn die Ablöse stimmt. Im Raum steht dabei eine Ablöse von umgerechnet gut 65 Millionen Euro, bei der die Roten Bullen schwach werden könnten.

Allerdings wird die Wahrscheinlichkeit, dass Leipzig gesprächsbereit ist, wohl mit jedem Tag, den der Saisonstart näher rückt, geringer. Erst recht, weil mit Upamecanos Landsmann Ibrahima Konate ein weiterer Innenverteidiger noch einige Zeit verletzungsbedingt ausfällt. Ansonsten steht mit Willi Orban nur noch ein weiterer zentraler Abwehrspieler zur Verfügung, wobei in den vergangenen Monaten auch die eigentlichen Außenverteidiger Marcel Halstenberg, Lukas Klostermann und Nordi Mukiele verstärkt in einer Dreierkette zum Einsatz gekommen sind.

Viele Innenverteidiger bei Man United, aber kaum Top-Niveau

Bei Man United wäre Upamecano wohl als Partner von Harry Maguire angedacht. Victor Lindelöf, Eric Bailly, Axel Tuanzebe, Phil Jones und dem nach einer Ausleihe zum AS Rom zurückgekehrten Chris Smalling traut man bei den Red Devils oberstes Niveau offenbar auf Dauer nicht zu. Vielmehr dürfte Smalling ebenso zum Verkauf stehen wie der von einem Leihengagement in seiner argentinischen Heimat bei Estudiantes de la Plate auch wieder zurückgekehrte Marcos Rojo.