RB Leipzig: Dayot Upamecano kaum zu halten

Dayot Upamecano
Am Mittwochabend schon zu Gast beim neuen Arbeitgeber? Dayot Upamecano (l.).
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29.10.2020 - 07:33 | von Johannes Ketterl

Eine Woche nach dem erfolgreichen Auftakt in der Champions League gegen Istanbul Basaksehir FK hat RB Leipzig am Mittwochabend eine kalte Dusche erhalten. Bei Manchester United kamen die Roten Bullen vor allem in der Schlussphase heftig unter die Räder und verloren gegen einen der direkten Konkurrenten um das Weiterkommen glatt mit 0:5. Auch nicht verhindern konnte die Schlappe Dayot Upamecano, der besonders im Blickpunkt stand.

Der französische Abwehrspieler, der wie seine Kollegen nicht seinen allerbesten Tag erwischte, wird bereits seit geraumer Zeit als potentieller Neuzugang bei Man United gehandelt und steht überdies beim großen Rivalen der Red Devils, dem FC Liverpool, weit oben auf der Wunschliste.

Wie die "Times" nun berichtet, soll Man United bereit sein, die ab nächstem Sommer gültige Ausstiegsklausel zu ziehen und die festgeschriebene Ablöse zu bezahlen, die sich laut der "Times" auf umgerechnet rund 42 Millionen Euro belaufen soll.

Upamecano-Transfer abhängig von Leipzigs Abschneiden in der Königsklasse?

Fraglich ist allerdings, ob der Poker um Upamecano überhaupt so lange auf sich warten lässt. Denn Liverpool, das überdies auch Interesse an Ozan Kabak vom FC Schalke 04 bekunden soll, benötigt schon in der Winterpause einen neuen Innenverteidiger, nachdem Abwehrchef Virgil van Dijk mit einer Knieverletzung lange ausfällt. Durchaus möglich, dass die Reds im Januar für Upamecano auch tiefer in die Tasche greifen würden.

Allerdings sitzt in der Wintertransferperiode letztmals RB Leipzig am längeren Hebel und könnte sein Veto einlegen. Sollten die Roten Bullen allerdings in der Gruppenphase der Champions Lague scheitern, ist nicht ausgeschlossen, dass ein Verkauf eines Leistungsträgers wie Upamecano auf die Agenda rückt, um auf diese Weise coronabedingte Einbußen zu kompensieren. Da Upamecanos Ablöse im Winter frei verhandelbar wäre, könnte Leipzig zudem eine höhere Einnahme generieren als ein halbes Jahr später. Aktuell allerdings ist eine seriöse Prognose, wohin der Weg des 22-Jährigen führt, noch nicht möglich.