VfB Stuttgart: Bleibt Nicolas Gonzalez doch?

Nicolas Gonzalez
Nicolas Gonzalez könnte doch in Stuttgart bleiben.
Foto: imago images / Sportfoto Rudel
24.08.2020 - 07:23 | von Johannes Ketterl

Die Hoffnung des VfB Stuttgart auf den Aufstieg des FC Girona in die spanische Primera Division hat sich nicht erfüllt. Am Sonntagabend verlor Girona das entscheidende Match gegen Elche spät mit 0:1 und bleibt damit in der Segunda Division. Für Stuttgart bedeutet das, dass die mit Girona ausgehandelte Kaufpflicht für den verliehenen Pablo Maffeo nicht greift und somit die erhoffte Ablöse in Höhe von fünf Millionen Euro zuzüglich möglicher Boni nicht fließt.

Eine Ablöse in dieser Größenordnung wird der VfB für den Außenverteidiger, der 2018 für über neun Millionen Euro von Manchester City verpflichtet wurde, die Erwartungen aber nicht erfüllen konnte, nun kaum noch erzielen können. Offenbar ist aber die Aussicht vorhanden, Maffeo zumindest wieder auf Leihbasis bei einem anderen Verein unterzubringen und so das Gehalt des 23-Jährigen zu sparen.

Denn wie das Portal "pucelafichajes.com" berichtet, soll sich auch Real Valladolid für Maffeo interessieren, der beim Klub der brasilianischen Legende Ronaldo erstklassig spielen und sich damit auf größerer Bühne präsentieren könnte. Im Gespräch ist dabei offenbar konkret eine Ausleihe mit Kaufoption.

Konkrete Gespräche mit Leeds United

Unterdessen sieht es immer mehr danach aus, als könnte der VfB Stuttgart doch weiterhin auf Nicolas Gonzalez bauen. Der Argentinier hat vor einigen Wochen zwar keinen Hehl aus seinem Wunsch nach einer Veränderung gemacht, doch bislang ist beim VfB kein Verein mit einem adäquaten Angebot vorstellig geworden. Sportchef Sven Mislintat verriet nun zwar im "Kicker", mit Leeds United "sehr konkret" gesprochen zu haben, doch eine zu den Gesprächen passende Offerte hat der englische Erstliga-Aufsteiger ebenso wenig auf den Tisch gelegt wie Inter Mailand oder Atalanta Bergamo, mit denen Gonzalez auch in Verbindung gebracht wurde.

"Es gab ernste Gespräche und Annäherungen. Das hat sich aber nie so dargestellt, dass es für Nico oder für uns interessant geworden wäre", erklärte Mislintat und betonte zugleich, bei einer lukrativen Offerte weiterhin gesprächsbereit zu sein. Allerdings ließ Mislintat auch durchblicken, im Moment nicht mehr wirklich an ein solches Szenario zu glauben. Bis Transferschluss am 5. Oktober sollte indes auch nichts ausgeschlossen werden.