VfB Stuttgart: Erik Thommy nach Russland?

Erik Thommy
Aktuell verletzungsbedingt außer Gefecht: Erik Thommy.
Foto: imago images / Sportfoto Rudel
17.09.2020 - 20:16 | von Johannes Ketterl

Obwohl mit Nicolas Gonzalez der Stürmer Nummer eins die ersten Wochen der Saison verletzungsbedingt verpasst, wird der VfB Stuttgart nach jetzigem Stand auf dem Transfermarkt nicht mehr tätig. Auch deshalb nicht, weil das Budget bereits mit den Transfers bzw. Ausleihen von Waldemar Anton, Momo Cisse und Konstantinos Mavropanos sowie den Weiterverpflichtungen von Gregor Kobel, Wataru Endo und Pascal Stenzel mehr als ausgereizt wurde. Möglicherweise kommt es nun aber noch zu einem eigentlich nicht eingeplanten Abgang, der viel Geld in die Kassen spülen könnte.

Denn wie aus Russland verlautet, soll sich Dinamo Moskau um eine Verpflichtung von Erik Thommy bemühen. Der schussgewaltige Linksfuß soll laut dem Portal "Betting Insider" sogar schon kurz vor einem Wechsel in die russische Hauptstadt stehen. Für Thommy wäre ein Engagement in der Premier Liga wohl nicht nur finanziell lukrativ, sondern würde auch eine besondere sportliche Chance beinhalten.

So soll der in Ulm geborene Thommy, dessen Mutter Russin ist, auch einen russischen Pass erhalten, womit Einsätze für die Sbornaja und damit sogar eine Teilnahme an Welt- und Europameisterschaften möglich würden, die Thommy bei aller Qualität im Trikot der deutschen Nationalmannschaft mutmaßlich verwehrt bleiben würden.

5,5 Millionen Euro Ablöse winken

Für den VfB würde sich ein Verkauf Thommy dem Bericht zufolge auch lohnen. Denn im Raum steht eine Ablöse von 5,5 Millionen Euro, die vielleicht doch noch einmal Handlungsspielraum für Verstärkungen eröffnen würde. Kurzfristig hinterließe Thommy auch keine Lücke, fiele der zuletzt an Fortuna Düsseldorf verliehene Rückkehrer doch wegen einer in der Vorbereitung erlittenen Ellenbogenverletzung ohnehin in den ersten Wochen der Saison aus.

Mit sechs Toren und fünf Vorlagen in den 34 Bundesliga-Einsätzen der vergangenen Saison für Düsseldorf hat Thommy indes auch gezeigt, durchaus das Potential für eine gute Rolle auch im deutschen Oberhaus zu haben. Ganz leicht dürfte den VfB-Verantwortlichen die Entscheidung, Thommy freizugeben, trotz der lukrativen Ablöse daher nicht fallen.