Werder Bremen: Bleibt Milot Rashica doch?

Milot Rashica
Doch noch ein Jahr bei Werder? Milot Rashica.
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27.08.2020 - 07:27 | von Johannes Ketterl

Lange galt es als nahezu sicher, dass Milot Rashica den SV Werder Bremen in dieser Sommertransferperiode verlassen und viel Geld in die klammen Kassen der Grün-Weißen spülen wird. Aktuell aber scheint das Szenario, Rashica auch in der neuen Saison im Werder-Trikot zu sehen, nicht mehr ausgeschlossen, was auch Auswirkungen auf die weiteren Bremer Personalplanungen hätte.

Denn klar ist, dass Bremen zu keinen größeren Investitionen in der Lage ist, sofern nicht nennenswerte Einnahmen erzielt werden. Die 25 Millionen Euro Ablöse, die Werder für Rashica vorschweben sollen, wären über aus willkommen, um an verschiedenen Stellen des Kaders nachzubessern. Insbesondere wünscht sich Trainer Florian Kohfeldt neben dem ablösefrei vom 1. FC Nürnberg gekommenen Patrick Erras noch einen weiteren neuen Sechser, der Schnelligkeit und Dynamik mitbringen soll.

Ein Spieler von gehobener Qualität kommt allerdings nicht zum Nulltarif und wäre für den nicht zuletzt wegen der coronabedingten Einbußen wirtschaftlich stark angeschlagenen SV Werder kaum ohne Einnahmen zu finanzieren.

Davon, dass Rashica für den erhofften Freiraum sorgt, ist nicht mehr zwingend auszugehen. Zwar wird nach wie vor Klubs aus der englischen Premier League wie Aston Villa Interesse nachgesagt, doch der lange als potentieller neuer Klub des kosovarischen Nationalspielers gehandelte AC Mailand hat eine Verpflichtung offenbar mit dem nicht zustande gekommenen Engagement von Ralf Rangnick als Trainer verworfen.

Leipzig will nicht nachbessern

Und RB Leipzig, das nach wie vor als Favorit auf die Verpflichtung Rashicas gilt, setzt bei seinen Transferaktivitäten andere Prioritäten. Unbedingt halten möchten die Roten Bullen den zuletzt von Manchester City ausgeliehenen Angelino, der nicht günstig werden dürfte. Für Rashica will Leipzig derweil übereinstimmenden Berichten von "Bild" und "kicker" zufolge das bereits abgegebene Angebot über 15 Millionen Euro plus Boni von bis zu drei Millionen Euro nicht nachbessern. Werder soll derweil noch 20 Millionen Euro plus X fordern.

Eine Einigung ist zumindest zeitnah eher unwahrscheinlich, wobei die Transferperiode in diesem Jahr noch bis 5. Oktober dauert. Vielmehr hält es Werder-Coach Kohfeldt für denkbar, dass Rashica weiter für Werder aufläuft: "Die Möglichkeit ist absolut realistisch, dass wir am 1. Spieltag mit Rashica Bundesliga spielen und vielleicht auch am 6. Oktober.“