Werder Bremen: Druck auf Milot Rashica

Milot Rashica
Bislang in dieser Saison kein Faktor: Milot Rashica.
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16.11.2020 - 07:56 | von Johannes Ketterl

Seit November 2019 hat Milot Rashica keine Partie mehr für die Nationalmannschaft des Kosovo bestritten. Auch in der aktuellen Länderspielpause blieb der 24-Jährige zu Hause, um beim SV Werder Bremen an Form und Fitness zu arbeiten. In diesem Zusammenhang erhöht Trainer Florian Kohfeldt, der sich in den vergangenen Wochen stets vor Rashica gestellt hatte, nun aber den Druck auf seinen potentiell wichtigsten Offensivmann

"Er hat mehr Rhythmus bekommen, hat jetzt noch mal 70 Minuten mehr in den Beinen. Körperlich darf es da bald keine Ausreden mehr geben für alle Beteiligten. Das war für ihn so ein bisschen wie das letzte Freundschaftsspiel der Vorbereitung", machte Kohfeldt mit Blick auf die 2:4-Niederlage im Testspiel am Freitag gegen den FC St. Pauli via "Bild" deutlich, künftig von Rashica mehr zu verlangen als einen blassen Auftritt wie beim 1:1 vor der Länderspielpause gegen den 1. FC Köln.

Im Hinterkopf dürfte Kohfeldt, der indes damit rechnet, dass "es noch ein bisschen dauern wird, bis er seinen Rhythmus findet", auch die winterliche Transferperiode haben. Dann gilt ein Abschied Rashicas aus Bremen weiterhin als wahrscheinlich, doch ohne überzeugende Auftritte in den nächsten Wochen dürfte es Werder kaum möglich sein, die angestrebte Ablöse im Bereich von 20 Millionen Euro oder mehr zu erzielen.

Leverkusen weiter interessiert

Bayer Leverkusen, das sich am letzten Tag der Sommertransferperiode mit Rashica über einen letztlich aber nicht zustande gekommenen Wechsel einig war, verfolgt die Entwicklung zwar weiterhin und ist unverändert auch interessiert, wird aber sicherlich keine Unsummen für einen außer Form befindlichen Profi bieten.

Für Werder wäre es somit kurzfristig aus sportlicher, mittel- bis langfristig aber auch aus finanzieller Sicht von großer Bedeutung, dass Rashica möglichst rasch seine Top-Form findet. Ob ausgerechnet am Samstag im Spiel beim FC Bayern München der Knoten platzt, bleibt freilich mit einer ordentlichen Portion Skepsis abzuwarten.