Werder Bremen: Rashica-Abgang rückt näher

Milot Rashica
Vor dem Absprung aus Bremen? Milot Rashica.
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10.09.2020 - 07:45 | von Johannes Ketterl

Zum ersten Mal seit den nervenaufreibenden Relegationsspielen gegen den 1. FC Heidenheim Anfang Juli wird es für den SV Werder Bremen am Samstagabend wieder Ernst. Bei Carl Zeiss Jena treten die Grün-Weißen in der ersten Runde des DFB-Pokals an und wollen von Anfang an dafür sorgen, dass die Spielzeit 2020/21 eine bessere wird als die vergangene. Nicht mit dabei sein wird in Jena Milot Rashica, dem aktuell eine Knieblessur zu schaffen macht. Gut möglich indes, dass der kosovarische Nationalspieler gar nicht mehr für Werder auflaufen wird.

Dass Bremen darauf angewiesen ist, Transfererlöse zu erzielen, ist längst kein Geheimnis mehr. Und außer Frage steht, dass Rashica trotz einer eher durchwachsenen Saison 2019/20 der Spieler ist, der die höchsten Einnahmen verspricht. Der am Ende der vergangenen Spielzeit als quasi sicher geltende Wechsel des schnellen Offensivmanns zu RB Leipzig wird allerdings nach jetzigem Stand nicht mehr zustande kommen.

Die Roten Bullen haben zwar ihr Interesse deutlich gemacht und dem Vernehmen nach auch eine Ablöse von 15 Millionen Euro offeriert, die aber nicht den Bremer Vorstellungen entspricht. Werder verlangt weiterhin 25 Millionen Euro für den 24-Jährigen und hat offenbar nicht die schlechtesten Chancen, diese Ablöse auch generieren zu können.

Europa spricht für Napoli

Denn wie die "Deichstube" berichtet, haben ausländische Vereine nach wie vor großes Interesse an Rashica. Insbesondere Aston Villa, das schon seit längerem als Interessent gilt, soll auch dazu bereit sein, die Bremer Forderungen weitgehend zu erfüllen. Dass der Klub aus Birmingham über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, hat gerade erst die 30 Millionen Euro teure Verpflichtung von Zweitliga-Torjäger Ollie Watkins vom FC Brentford deutlich gemacht.

Neben Aston Villa soll auch der SSC Neapel weiterhin eine Rashica-Verpflichtung auf der Agenda haben. Ein nicht unwesentlicher Vorteil für die Italiener könnte dabei der Start in der Europa League sein, wohingegen Aston Villa international nicht vertreten ist.