Werder Bremen: Yuya Osako vor Rückkehr in die Heimat?

Yuya Osako
Auf dem Sprung nach Japan? Yuya Osako könnte Werder verlassen.
Foto: imago images / Jan Huebner
29.12.2020 - 17:13 | von Johannes Ketterl

Dank des 1:0-Sieges im Kellerduell beim 1. FSV Mainz 05 konnte der SV Werder Bremen einigermaßen entspannt Weihnachten feiern. Vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone mahnen insbesondere aufgrund der Erfahrungen aus der vergangenen Saison aber auch zu Wachsamkeit. Viele Handlungsmöglichkeiten in personeller Hinsicht haben die Bremer Verantwortlichen indes trotz der mit dem Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals sicheren Zusatzeinnahmen von 700.000 Euro nicht.

In den vergangenen Wochen hat allen voran Manager Frank Baumann immer wieder betont, dass auf dem winterlichen Transfermarkt keine Neuzugänge möglich sind. Clemens Fritz, Chef Profi-Fußball, bestätigte nun gegenüber "Bild" ebenfalls, dass kein Geld für neue Spiele vorhanden ist und deutete überdies sogar an, dass sich Werder damit beschäftigen werde, wenn andere Vereine Interesse an Bremer Spielern haben: "Es ist nicht so, das die wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Sommer besser geworden ist. Es sind schwierige Zeiten. Kommen seriöse Angebote rein, werden wir uns intern abstimmen."

Übersetzt bedeutet die Aussage von Fritz, dass grundsätzlich niemand unverkäuflich ist. Auch deshalb, weil ein lange angedachter Verkauf von Milot Rashica, der 20 Millionen Euro hätte einbringen und Werder der größten finanziellen Sorgen hätte entledigen sollen, aufgrund der Verletzungspause des Kosovaren zumindest in der erhofften Größenordnung nicht zu realisieren sein wird.

Osako will zu Olympia

Ein Spieler, der nun zum Verkaufskandidaten wird, ist offenbar Yuya Osako. Wie die "Deichstube" berichtet, könnte der 30 Jahre alte Japaner bereits im Januar in die Heimat zurückkehren. Mehrere Klubs aus der J-League sollen Interesse bekunden und auch für Osako wäre ein Wechsel nach Japan durchaus attraktiv. Dort könnte sich der Angreifer, der als einer von drei Nationalspielern über 23 Jahren eingeplant ist, die bei den Olympischen Spielen in Tokio als Korsettstangen der japanischen Ausfall fungieren sollen, weitaus besser auf das sommerliche Highlight vorbereiten als es aufgrund der vielen Reisebeschränkungen zumindest aktuell in Deutschland möglich ist.

Werder würde Osako, der in seinen zweieinhalb Jahren an der Weser nie wirklich Konstanz an den Tag gelegt hat, wohl bei einer angemessenen Offerte ziehen lassen und dürfte sich überdies freuen, einen gut dotierten und noch bis 2022 laufenden Vertrag vorzeitig auflösen zu können.