Paris St. Germain: Keylor Navas im Tor?

Keylor Navas
Verpasste das Halbfinale gegen Leipzig: Keylor Navas.
Foto: imago images / Poolfoto
23.08.2020 - 07:31 | von Johannes Ketterl

Während in der französischen Heimat bereits die neue Saison begonnen hat, kämpft Paris St. Germain am heutigen Sonntag im letzten Spiel der Spielzeit 2019/20 um die größte Triumphe im europäischen, vielleicht auch im globalen Fußball. Im Endspiel der Champions League gegen den FC Bayern München will sich PSG die Krone aufsetzen und könnte dabei auf einen Akteur bauen, der den Henkelpott schon mehrfach in den Händen gehalten hat.

Von 2016 bis 2018 gewann Keylor Navas mit Real Madrid drei Mal hintereinander die Champions League. Dabei war der Nationaltorhüter von Costa Rica bei den Königlichen nur selten wirklich unumstritten. Mit der Verpflichtung von Thibaut Courtois im Sommer 2018 ging Navas' Stammplatz bei Real dann tatsächlich verloren und ein Jahr später war der Zeitpunkt für den Schlussmann gekommen, seine Zelte in der spanischen Hauptstadt abzubrechen.

Für Navas wäre es nun natürlich eine besondere Genugtuung, auch mit PSG die Champions League zu gewinnen, während Real Madrid bereits im Achtelfinale die Segel streichen musste. Allerdings ist im Moment noch nicht sicher, ob der 33 Jahre alte Schlussmann gegen den FC Bayern auch im PSG-Tor stehen wird.

Tuchel lässt die Entscheidung noch offen

Im Viertelfinale gegen Atalanta Bergamo (2:1) im zweiten Durchgang mit muskulären Problemen ausgewechselt verpasste Navas das Halbfinale gegen RB Leipzig (3:0) komplett. Seit Donnerstag aber trainiert der Routinier nun wieder uneingeschränkt und wäre gegen die Bayern einsatzfähig. Während Navas natürlich auf seinen Einsatz hofft, ließ sich Trainer Thomas Tuchel auf der Pressekonferenz am gestrigen Samstag noch nicht in die Karten blicken: "Die Entscheidung wird heute nach dem Training fallen. Es gibt nur Schwarz oder Weiß, aber kein Grau in diesem Fall."

Sofern bei Navas keine neuen Probleme auftreten, wäre es indes eine Überraschung, würde Tuchel auf den erfahrenen Keeper verzichten. Auch deshalb, da Ersatzmann Sergio Rico gegen Leipzig zwar nicht überwunden wurde, aber nicht in allen Situationen Sicherheit ausstrahlen konnte.