1. FC Saarbrücken: Kein neues Pokal-Märchen

Lukas Kwasniok
Aus im Landespokal: FCS-Trainer Lukas Kwasniok.
Foto: imago images / Jan Huebner
19.08.2020 - 07:57 | von Johannes Ketterl

Mit dem SSV Jahn Regensburg, dem 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf und dem Karlsruher SC hat der 1. FC Saarbrücken in der vergangenen Spielzeit vier höherklassige Vereine eliminiert und als erster, viertklassiger Verein den Sprung ins Halbfinale des DFB-Pokals geschafft. Dort waren die Saarländer gegen Bayer Leverkusen (0:3) zwar chancenlos, aber dennoch stand unter dem Strich eine historische Pokal-Saison - die sich 2020/21 sicher nicht wiederholen wird.

Denn der 1. FC Saarbrücken wird in der ersten Pokalrunde der neuen Saison, die vom 11. bis 14. September ausgetragen wird, gar nicht an den Start gehen. Am gestrigen Dienstag verlor die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok überraschend im Halbfinale des saarländischen Landespokal gegen den FC 08 Homburg mit 0:3 und muss damit die neue Pokal-Saison komplett als Zuschauer verfolgen. Homburg kämpft derweil am Samstag im Landespokal-Endspiel gegen die SV Elversberg um das Ticket für die erste Pokalrunde, in der mit dem FC St. Pauli ein attraktiver Gegner ins Saarland reist.

Saarbrücken geriet gegen Homburg kurz vor der Pause auf die Verliererstraße. In der 45. Minute verwandelte Patrick Lienhard einen zumindest umstrittenen Foulelfmeter zur Führung für den Regionalligisten, der in der Schlussphase dann für Klarheit sorgte. Der eingewechselte Damjan Marceta erhöhte zunächst in der 82. Minute auf 2:0 und beseitigte dann in der fünften Minute der Nachspielzeit mit dem dritten Treffer auch die letzten Zweifel am überraschenden Homburger Erfolg.

Keine Pokal-Einnahmen in dieser Saison

Für Saarbrücken war die Niederlage nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht bitter. Nach den millionenschweren TV- und Vermarktungseinnahmen der vergangenen Saison gehen die knapp 200.000 Euro, die die Teilnahme an der ersten Pokalrunde von Seiten des DFB garantiert, nun entweder nach Homburg oder nach Elversberg. Immerhin kann sich der SVS nun aber komplett auf die Vorbereitung für die neuen 3. Liga-Saison konzentrieren, in der für den Aufsteiger naturgemäß erst einmal der Klassenerhalt das oberste Ziel ist.