Borussia Dortmund gewinnt DFB-Pokal mit 4:1 im Finale gegen RB Leipzig

Borussia Dortmund gewinnt DFB-Pokal mit 4:1 im Finale gegen RB Leipzig
Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus hebt den DFB-Pokal, wie vor vier Jahren —
Foto: IMAGO / Picture Point LE
13.05.2021 - 23:40 | von Ben Friedrich

Zum fünften Mal nach 1965, 1989, 2012 und 2017 gewinnt Borussia Dortmund den deutschen Pokalwettbewerb.

Schon früh im Spiel geriet Gegner RB Leipzig ins Hintertreffen, als Jadon Sancho von Nordi Mukiele am Strafraumrand nicht aggressiv genug attackiert wurde und den Ball ins Netz schlenzen konnte. Fortan lauerte der BVB mehr auf Unsicherheiten im Spielaufbau des Gegners.

Dadurch eröffneten sich einige Torchancen. Erling Haaland schloss einen Konter gekonnt zum 2:0 ab, wobei er Dayot Upamecano ausspielte. Vor der Halbzeit erhöhte Jadon Sancho lässig auf 3:0. Der Treffer wurde kurz wegen vermeintlichen Abseits nicht gegeben, doch der Videoschiedsrichter gab das Tor kurz darauf.

Nach der Pause agierte RB viel explosiver. Die Einwechslungen von Yusuf Poulsen und Christopher Nkunku zündeten beinahe, als Letzterer nur wenige Sekunden nach Wiederanpfiff die Latte traf. In der 71. Minute verkürzte dann folgerichtig Dani Olmo auf 1:3 per Sonntagsschuss.

Als Erling Haaland kurz vor Abpfiff zum 4:1 traf, indem er sich beim Ausrutschen auf kuriose Weise selbst anschoss und der Ball unhaltbar eintrudelte, war der neue Pokalsieger klar.

Nach Abpfiff schwappten die Emotionen erwartungsgemäß besonders hoch. Lukasz Piszczek, der nach elf Jahren in Schwarz-Gelb in die Heimat zu Goczalkowice-Zdroj nach Polen zurückkehrt, war den Tränen nahe und wurde von seinen Mitspielern hochleben gelassen.

In Ermangelung eines DFB-Präsidenten stellte dann BVB-Ikone Karl-Heinz Riedle die Trophäe zum Abholen ab und zwei Jugendfußballer überreichten die Medaillen. Für Kapitän Marco Reus (und seine Kollegen) war somit ein erneuter Kuss des DFB-Pokals nach 2017 fällig.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim „Aki“ Watzke hatte nur lobende Worte für Trainer Edin Terzic übrig: „Es ist ganz toll, was Edin im letzten halben Jahr geleistet hat. Der BVB war halbtot und dann hat er ihn wieder zum Leben erweckt.“