Europameisterschaft 2020 – Fußballfest auf dem ganzen Kontinent

Ein gesamteuropäisches Fußballturnier ist ein spannendes Experiment. Wird die Euphorie rund um die Wettkämpfe teilnehmende Länder und Ausrichternationen genauso packen, wie es sonst in einem oder zwei benachbarten Ländern geschieht? Die Idee dazu fußt auf der Tatsache, dass 2020 das 60jährige Bestehen des Wettbewerbs gefeiert wird. Angesichts der nur zwölf Ausrichterorte blickten manche fußballbegeisterte Regionen Europas bei der Vergabe der Spielstätten naturgemäß in die Röhre. So wird etwa kein Spiel in Schweden, Portugal, Griechenland oder der Türkei ausgetragen. Aus deutscher Sicht freuen wir uns dafür über EM-Spiele in München – und das vier Jahre vor der Heim-EM.

Aktuelle Nachrichten zur Fussball Europameisterschaft

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Zwölf Austragungsorte mit Beginn in Rom

Zum ersten Mal findet eine Fußball-Europameisterschaft an zwölf Austragungsorten auf dem ganzen Kontinent statt. Der Vorschlag dazu wurde 2012 vom ehemaligen UEFA-Präsidenten Michel Platini geäußert. Schließlich besteht 2020 der Wettbewerb 60 Jahre, feiert also ein Jubiläum. Wie beim vergangenen Turnier in Frankreich werden wieder 24 Nationalmannschaften an der Endrunde teilnehmen. Verständlicherweise ist für die kommende EM keine Nation automatisch qualifiziert, wie es sonst üblich ist. Beginn der Endrunde ist am Freitag, dem 12. Juni 2020 um 21 Uhr MESZ im Olympiastadion von Rom. Ob für diese Partie Italien in Frage kommt, muss zunächst einmal durch eine erfolgreiche Qualifikationsrunde von Roberto Mancinis Squadra ermittelt werden. Das Finale findet am Sonntag, dem 12. Juli um 21 Uhr MESZ im Wembley-Stadion London statt.
Stadio Olimpico i Roma

Im Olympiastadion von Rom findet das Eröffnungsspiel statt (Foto: Stefano Tammaro / Shutterstock.com)

Übrigens werden Deutschlands Spiele während der Qualifikation zum Turnier im Fernsehen von RTL übertragen. Der Sender Nitro zeigt wieder einzelne ausgewählte Spiele ohne deutsche Beteiligung. Die Endrunde des Turniers wird gemeinsam von ARD und ZDF gezeigt. In Österreich überträgt der ORF Spiele des ÖFBs. In der Schweiz sind SRF, RTS, RSI und RTR dafür verantwortlich, Spiele der Nati zu zeigen.

Qualifikation

Für die Endrunde der EM 2020 qualifizieren sich durch die sogenannten „European Qualifiers“ die beiden bestplatzierten Mannschaften der Gruppen A bis J, also 20 Nationen. Deutschland könnte also auch als Zweiter der Gruppe C noch an der Endrunde teilnehmen. Die Quali findet vom 21. März bis spätestens 19. November 2019 statt. Die DFB-Elf startet am 24. März mit dem Spiel gegen die Niederlande

Zusätzlich haben vier Mannschaften aus der UEFA Nations League noch eine Chance auf eine Teilnahme. In der Play-Off-Runde können auch „kleinere“ Fußballnationen noch einen Strohhalm ergreifen. Wer noch nicht automatisch dabei ist, aber eine Gruppe der Nations League gewann, kann sich ins Turnier spielen. Wir erinnern uns, dass die Gruppensieger der Nations League 2018 Titelverteidiger Portugal, Schweiz, Niederlande, England, Schweden, Bosnien, Ukraine, Dänemark, Schottland, Norwegen, Serbien, Finnland, Georgien, Mazedonien, Weißrussland und Kosovo waren. Es ist davon auszugehen, dass einige der „Großen“ Teams es sowieso schaffen. Daher kann man sich auf überraschende EM-Teilnehmer gefasst machen, die dahinter nachrücken. Ausgelost werden die Play-Offs am 22. November 2019. Gespielt wird dann um die verbleibenden vier Plätze am 26.-31. März 2020.

Austragungsorte

Als Austragungsorte des finalen Turniers bewarben sich auch kleine Länder Europas, zum Beispiel Wales mit dem Millennium Stadium in Cardiff oder Mazedonien mit der Philip-II-Arena in Skopje. Aus Deutschland hatte auch Berlin mit dem Olympiastadion eine Gastgeberschaft im Sinn, doch nur München bekam den Zuschlag.

    Das sind die Spielorte:
  • England, Wembley-Arena London (90.652 Plätze): Finale, beide Halbfinalspiele, 1 Achtelfinale, 3 Gruppenspiele
  • Italien, Olympiastadion Rom (72.689 Plätze): 3 Gruppenspiele inklusive Eröffnungsspiel, 1 Viertelfinale
  • Deutschland, Allianz-Arena München (70.000 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Viertelfinale
  • Russland, Krestowski-Stadion Sankt Petersburg (69.501 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Viertelfinale
  • Aserbaidschan, Nationalstadion Baku (69.870 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Viertelfinale
  • Schottland, Hampden Park Glasgow (52.500 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale
  • Spanien, San Mamés Bilbao (50.000 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale
  • Niederlande, Johan-Cruyff-Arena Amsterdam (54.990 Plätze: 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale
  • Irland, Aviva Stadium Dublin (51.700 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale
  • Ungarn, Neues Nationalstadion Budapest (65.000 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale
  • Dänemark, Parken Kopenhagen (38.190 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale
  • Rumänien, Arena Națională Bukarest (55.600 Plätze): 3 Gruppenspiele, 1 Achtelfinale

Ursprünglich sollte Belgiens neues Eurostadion in Brüssel ein wichtiger Spielort sein, doch die rechtzeitige Fertigstellung der Spielstätte konnte nicht garantiert werden. London übernahm dessen drei Gruppenspiele. Jedes Ausrichterland, das sich sportlich qualifiziert, wird mindestens zwei Partien im eigenen austragen dürfen. Sollte sich also Deutschland in Quali-Gruppe C (mit der Niederlande, Nordirland, Estland und Weißrussland) durchsetzen, darf die Nationalelf in EM-Gruppe F mindestens zweimal in München ran. Ungarn wäre in derselben Gruppe, sofern sie es zum Turnier schaffen.

    Hier die bereits jetzt feststehenden Spielorte nach Gruppe:
  • Gruppe A: Rom, Italien und Baku, Aserbaidschan
  • Gruppe B: Sankt Petersburg, Russland und Kopenhagen, Dänemark
  • Gruppe C: Amsterdam, Niederlande und Bukarest, Rumänien
  • Gruppe D: London, England und Glasgow, Schottland
  • Gruppe E: Bilbao, Spanien und Dublin, Irland
  • Gruppe F: München, Deutschland und Budapest, Ungarn

Modus

Keine Nationalmannschaft der Austragungsländer ist automatisch qualifiziert. Alle müssen also entweder durch European Qualifiers oder als eine der vier Nations-League-Play-Off-Profiteure ins Turnier gelangen. Qualifizierte Ausrichterländer dürfen mindestens zwei Gruppenspiele „zuhause“ spielen. In der K.o.-Phase gibt es aber kein Heimrecht mehr. Die Auslosung der EM-Gruppen findet übrigens schon im Dezember 2019 ausgelost, obwohl da die vier Nations-League-Teams noch nicht ermittelt wurden. Diese stehen erst im März 2020 fest.

Wetten auf die Europameisterschaft

Ab dem Zeitpunkt, zu dem alle teilnehmenden Mannschaften feststehen, werden Sportwetten auf Partien der EM möglich sein. Im März 2020 werden die letzten vier Teams bekanntgegeben. Die Auslosung wurde dann bereits schon durchgeführt. Aktuelles zu den Kadern der Nationen und das Leistungsniveau zu dieser Zeit werden wir an dieser Stelle dann vermelden. Aber auch im Vorfeld gibt es Gelegenheit Partien der European Qualifiers und der Nations League zu verfolgen und Tipps anzugeben. Lesen Sie dazu unsere aktuellen Beiträge, nicht nur zur deutschen Nationalmannschaft, sondern auch zu unseren Gruppengegnern und den großen Turnierfavoriten, wie Titelverteidiger Portugal.